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Respekt

 

Respekt zeigen, aber wie?

 

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Respekt zeigen für das Gegenüber heisst auch, dass man ihn/sie ernst nimmt.

Egal ob in der Partnerschaft, im Job, den Kolleginnen oder Kollegen, den Kindern oder der Nachbarin gegenüber, mit gegenseitigem Respekt lebt es sich einfach angenehmer.

Am deutlichsten schlägt sich respektloses Verhalten in der Kommunikation nieder.

Man lässt den andern nicht ausreden, verdreht genervt die Augen, fällt ins Wort, erzählt auf Kosten des Andern Witze, läuft mitten im Gespräch davon und lässt den andern völlig frustriert zurück.

Das gefährliche ist, dass man sich an respektloses Verhalten gewöhnt.

Gerade in Partnerschaften neigt man dazu, nach gewissen Vorfällen den Respekt dem andern gegenüber zu verlieren. Leider sind gerade wir Frauen es, die bei Problemen in der Regel erst mal schweigen, alles in uns hineinfressen.

Der Mann ist nun mal so gepolt, alles so zu nehmen wie es ist. Wenn man sich mal die Mühe macht, Männern bei Gesprächen zuzuhören, merkt man schnell, dass diese nicht viel um den Brei herumreden. Bei Meinungsverschiedenheiten wird Mann auch schon mal laut, sagt klar und deutlich was er denkt und danach herrscht wieder Frieden.

Das ist vermutlich auch der Grund, wieso viele Männer gar nicht merken, dass zu Hause der Haussegen schon lange schief hängt. Die Frau hingegen hat das Gefühl, dass der Mann doch merken muss, dass etwas nicht in Ordnung ist, was sie fühlt, leider ist dies aber nicht der Fall, da kann Frau noch so lange auf eine Reaktion warten. Deshalb verstehen Männer oftmals die Welt nicht mehr, wenn die Frauen dann plötzlich von Trennung sprechen, es war doch schliesslich alles in Ordnung!

Im Job läuft es in etwa gleich. Hat man einen Mann als Vorgesetzten, kann man sicher sein, dass er das, was er anordnet und sagt auch so meint. Er erwartet, dass seine Angestellten Klartext sprechen wenn etwas nicht stimmt. Mit einer Frau als Vorgesetzte hat man vermutlich mehr hin und her, da sind schon mal Machtgehabe und Stimmungsschwankungen dabei, da ist ein bisschen mehr Feingefühl gefragt.

Den Kindern gegenüber sollte man sich ebenfalls so verhalten, wie man selber wünscht, behandelt zu werden.

Von älteren Leuten tönt es immer wieder dass die heutige Jugend keinen Anstand und Respekt mehr hätte. Nun, ich kann da nur sagen, dass ich immer wieder älteren Menschen begegne, die weder grüssen noch das Wort Rücksicht kennen. Wenn ich z.B. in den Bus steigen will, ist es für mich selbstverständlich dass ich der alten Frau oder dem Mann den Vortritt lasse. Dass diese/r mir dann aber ohne zu zögern mit seinem Rollator über die Füsse fährt, oder ihn in meine Knie rammt, ohne sich auch nur ansatzweise zu entschuldigen, dafür habe ich dann aber keinerlei Verständnis. Ich habe deshalb begonnen, bei solchem Verhalten schon mal meine klare Meinung kundzutun.

Durch die vielen Missverständnisse baut sich mit der Zeit ein riesengrosser Druck auf, der sich irgendwie entladen muss. Das ist etwas, das sich chronische Schmerzpatienten in der Regel nicht bewusst sind.

Denn gerade Schmerzen sind ein unbewusstes Mittel des menschlichen Körpers, Unzufriedenheit, Stress und Druck auszudrücken. Es verwundert deshalb auch nicht, dass die Schmerzen, nachdem man sich endlich zu einer Entscheidung durchgerungen hat, plötzlich weg sind. Da gerade Frau in der Lage ist, Unzufriedenheit über Jahre auszuhalten, sei es aus Angst, Einsamkeit, Unsicherheit, ohne den Mann, vor allem finanziell, nicht existieren zu können, oder aus Angst, den Job zu verlieren, werden die Schmerzen irgendwann chronisch.

 

 Wie kann ich denn nun verhindern, erst in solche Situationen zu kommen?

 

-        Dem Gegenüber zuhören, ausreden lassen

 

-        Ruhig und entspannt bleiben

 

-        Akzeptieren, dass der Andere auch mal Nein sagt, jeder darf seine eigene Meinung haben

 

-        Wenn sich schon zu viel Frust aufgebaut hat, eine fixe Zeit für das Gespräch abmachen, das gibt beiden die Gelegenheit, sich vorher Gedanken zu machen

 

-        Nicht mitten im Gespräch davonlaufen

 

-        Ruhig und klar sagen was einem nicht gefällt, ohne verletzend zu werden

 

-        Regelmässig Gespräche führen, z.B. jeden Monat einen Abend dafür reservieren

 

-        Wer nicht den Mut findet, sein Anliegen persönlich vorzubringen, kann es erst mal  mit einer Nachricht versuchen, meist stellt sich dann heraus, dass die Angst unbegründet war

 

-        Nicht warten, bis man sich völlig ins Negative verrannt hat und dem andern dadurch gar keine Chance mehr geben will

 

-        Eskaliert die Situation, das Gespräch vertagen, ein bisschen Abstand schadet in solchen Situationen nicht

 

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Zuhören, wahrnehmen, ernst nehmen, akzeptieren

Oder halt die Konsequenzen ziehen und handeln