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wenn unsere Gelenke schmerzen

Gelenke-was Schmerzen uns sagen wollen

 

Im Artikel vom 15.05.18 habe ich aus dem Buch. „Krankheit als Weg“ von Thorwald Dethlefsen & Ruediger Dahlke den Artikel „Schmerzen und Haltung“ geschrieben.

Heute geht es darum, den Zusammenhang unserer Schmerzen und den Gelenken zu verstehen.

https://powerlineteam.lpages.co/fibromyalgie/

Auszug aus dem Buch:

„Gelenke sorgen für die Beweglichkeit des Menschen. Viele Symptome, die an den Gelenken auftreten können, führen über die Entzündung zu Schmerz und dieser wiederum zur Bewegungseinschränkung bis hin zur Versteifung.

Versteift sich ein Gelenk, so zeigt sich, dass der Patient sich auf etwas versteift hat. Ein steifes Gelenk verliert seine Funktion -  versteift man sich auf ein Thema oder System, verliert dies ebenso seine Funktion.“

Meist sind Menschen mit Schmerzen so sehr auf ihre Situation fixiert, dass diese ihr ganzes Denken, Fühlen und Handeln bestimmen, 24 Stunden am Tag. Statt loszulassen und sich zu entspannen, versteift man sich immer mehr in die Situation, was wiederum zu neuen Anspannungen und Symptomen führt.

Ein harter, steifer Nacken verrät uns die Hartnäckigkeit des Besitzers.

Was ein „sturer Bock“ ist, wissen wohl alle, die schon mal mit einem besonders selbstsicheren, völlig von sich und der eigenen Richtigkeit überzeugten Menschen zu tun hatten. Da wird richtiggehend „durchgestiert“, was sich auch an der verkrampften Haltung und der Angespanntheit leicht erkennen lässt. Solche Menschen haben oft auch einen erhöhten Blutdruck, was wohl niemanden erstaunt.

„Ein Gelenk kann man nicht nur einrenken, oder richtigstellen, sondern auch eine Situation.

Beim Einrenken wird häufig ein Gelenk durch einen Ruck in eine extreme Stellung gebracht oder die bisherige Extremstellung weiter überdreht, damit es aus dem Extrem heraus wieder seine neue Mitte findet. Auch diese Technik hat Parallelen in der Psychotherapie. Sitzt jemand in einer Extremposition fest, so kann man ihn in dieses Extrem weiter hineintreiben, bis er den Umschlagpunkt erreicht, von dem aus er die Mitte finden kann.“

Leider sehen die Ärzte bei Schmerzen immer noch nur das Symptom und beschäftigen sich nicht weiter mit den wirklichen Ursachen. Das führt dazu, dass wir unsere Eigenverantwortung, die jeder Mensch sich und seinem Körper gegenüber hat, abgeben, im Vertrauen oder der totalen Blindheit, dass der Andere dieses Problem schon löst. Doch wie soll ein anderer Mensch das Problem von seinem Gegenüber lösen können; er weiss nicht wie es dazu kam und wie die Auswirkungen wirklich sind.

„Es kann auch sein, dass man die Beweglichkeit eines Gelenkes überdehnt hat, was sich wiederum in Unbeweglichkeit umschlägt. Die mechanischen Veränderungen an den Gelenken zeigen diese Grenze häufig an. Sie zeigen uns, dass wir einen Pol oder eine Richtung so weit ausgereizt haben, dass er sich selbst in Frage stellt. Man ist dann zu weit gegangen, hat eine Sache überzogen und sollte sich überlegen, wie man diese Situation wieder einrenken kann.“

Heute ist die Medizin in der Lage, bei krankhaften Veränderungen, die meisten Gelenke durch künstliche zu ersetzen. Da jedoch jede Veränderung auch auf unseren inneren Zustand hinweist, stellt sich doch die Frage, ob sich mit dem Ersetzen eines Gelenkes auch die innere Welt verändert hat. Ich glaube es leuchtet den meisten ein, dass dies wohl nicht so ist. Natürlich ist der Patient durch ein neues

Hüftgelenk wieder imstande, schmerzfreier zu laufen, sich wieder besser zu bewegen, aber ob er sich deshalb auch innerlich wieder freier bewegt glaube ich kaum. Die seelischen Probleme die er vorher hatte, werden ziemlich sicher auch jetzt noch vorhanden sein, nur sieht man es ihm nicht mehr direkt an.

Dazu beschreiben die Autoren ein ziemlich erschreckendes Szenario, welches mich nachdenklich gestimmt hat.

„Um sich ein Bild von der Unehrlichkeit, welche durch die Medizin ermöglicht wird zu machen, stelle man sich einmal in Gedanken folgende Situation vor:

Nehmen wir an, dass es möglich wäre, durch einen Zauberspruch schlagartig bei allen Menschen alle künstlichen Prothesen und Veränderungen verschwinden zu lassen. Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, künstliche Gelenke, künstliche Zähne, die gelifteten Gesichter, alle Knochennagelungen, Herzschrittmacher lösen sich auf, alles verschwindet und alle nehmen wieder ihr ursprüngliches Aussehen an!“ Der Anblick der sich uns jetzt bieten würde wäre der blanke Horror!

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„Wenn wir nun noch alle medizinischen Erfolge der letzten Jahrzehnte  zurücknehmen würden, wir wären eine Erde voller Leichen, Krüppel, Hinkenden, Halbblinden und Halbtauben Menschen! So sah die Welt noch vor 200 Jahren aus!

Es ist deshalb wohl nicht verwunderlich, dass wir uns nur noch auf die äussere Hülle konzentrieren, denn nach aussen muss man perfekt sein. Aber all die chronischen Krankheiten zeigen uns deutlich, dass alles Äussere nichts nützt, dass wir innerlich nach wie vor tot, blind, taub, steif, verkrampft und verkrüppelt sind.