· 

Histamin

Histamin – Intoleranz, häufig nicht erkannt

Leidest Du nach dem Essen manchmal unter Erkältungsbeschwerden, Anzeichen einer Allergie oder Symptomen, die einer Lebensmittelvergiftung gleichen? Da würde es Sinn machen sich mal wegen einer Histamin-Allergie abklären lassen.

https://powerlineteam.lpages.co/fibro-coaching/

Die Beschwerden können sich bereits 10 – 15 Minuten nach dem Essen relativ hefitg bemerkbar machen.

Nach dem Verzehr von histaminhaltigen Lebensmitteln können Symptome wie eine tropfende Nase, Hustenreiz, Atembeschwerden, Verdauungsprobleme mit Bauchschmerzen und Durchfall, Hautausschläge und Juckreiz, Herzrasen- oder klopfen und Blutdruckabfall, Kopfschmerzen und Schwindel, Menstruationsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, oder Wasseransammlungen und Schwellungen auftreten.

Schildert man dem Arzt diese Symptome und die schnelle Reaktion, wird in der Regel erst mal von einer Allergie ausgegangen, denn diese zeigt ein sehr ähnliches Bild. Das ist auch der Grund weshalb man bei einer Histamin – Intoleranz auch von einer Pseudoallergie, also einer Scheinallergie spricht.

https://powerlineteam.lpages.co/fibro-coaching/

Eine Histaminose, also eine Histamin Intoleranz, entwickeln nur wenige Menschen, was die Diagnose zusätzlich erschwert. Laut dem Allergiezentrum Schweiz ist es nur etwa 1% der Bevölkerung die eine Intoleranz gegen diesen Naturstoff entwickeln.

Doch was ist Histamin?

Hier handelt es sich um einen natürlichen Botenstoff, der im Körper gebildet wird und überall in ihm zu finden ist. Histamin unterstützt die Immunabwehr und sorgt beispielsweise dafür, dass ein verletzter Körperteil anschwillt oder wir unter Juckreiz leiden.

Histamin ist aber auch in vielen Lebensmitteln vorhanden. Dieses sogenannte exogene Histamin nehmen wir über die Nahrung auf.

Enthalten ist dies vor allem in lang gereiften Produkten wie Rotwein, Bier, Hartkäse oder Sojasauce. Schokolade z. B. enthält nur wenig Histamin, setzt aber im Darm zusätzlich Histamin frei, was erklärt wieso Menschen mit einer Intoleranz trotz dem geringen Anteil auch darauf mit Symptomen reagieren können.

Lebensmittel die man meiden sollte sind Wurst und Trockenfleisch, Meeresfrüchte und Fisch, (vor allem Thunfisch) Tomaten, Nüsse, Sauerkraut oder Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen. Bei den Getränken sind es Sekt, Champagner und Rotwein die mit Vorsicht zu geniessen sind.

https://powerlineteam.lpages.co/fibro-coaching/

Aber es sind nicht nur Lebensmittel die einen Schub auslösen können, auch Medikamente kommen als Übeltäter in Frage, allen voran die Acetylsalicylsäure, die in Schmerzmittel, Aspirin, Anästhetika und Röntgenkontrastmittel vorkommt.

Für einen gesunden Körper ist die Aufnahme von Histamin kein Problem, das Enzym, Diaminoxidase, kurz DAO, baut es im Dünndarm einfach ab. Es wird daher auch von einer DAO-Abbaustörung gesprochen, denn ist dieses Enzym nicht ausreichend vorhanden, wird das Histamin nicht genügend abgebaut. Die Folge davon; der Körper produziert einen Histamin Überschuss, und das zeigt sich in den beschriebenen Symptomen.

Am häufigsten betroffen sind Menschen mit chronisch entzündeten Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie, weil die Bildung von DAO bei ihnen beeinträchtigt ist.

Da Frauen während und nach den Wechseljahren vermehrt darunter leiden vermutet die Medizin einen Zusammenhang zwischen Histamin und den Hormonen. Eine Schwangerschaft kann andererseits wieder dazu führen, dass die Symptome wieder verschwinden, denn der DAO-Gehalt wird in dieser Zeit verdreifacht.

https://powerlineteam.lpages.co/fibro-coaching/

Was tun bei einem Verdacht auf eine Histamin-Intoleranz?

Es sollte erst mal einen Termin bei einem Arzt vereinbart werden, um andere Ursachen wie eine Nahrungsmittelallergie oder eine schwere Darmerkrankung anhand von Bluttests und Allergietests auszuschliessen. Hilfreich für den Arzt ist ein Ernährungs- und Symptomtagebuch, welches man bereits vorab führen sollte.

Für die Betroffenen ist es wichtig, den Auslöser zu kennen.

Eine Histamin Diät ist der erste Schritt. Nach einiger Zeit werden einzelne Nahrungsmittel wieder in den Essplan aufgenommen, um so die Toleranz zu testen.

Es kann sein dass man nicht immer im gleichen Ausmass auf etwas reagiert, da spielen die Konzentration und die Menge eine grosse Rolle.

Wer aus irgendeinem Grund eine DAO-Diät nicht machen kann, der kann DAO in Form von Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, und so die Symptome mit Medikamenten etwas linder, ob das allerdings auf Dauer der richtige Weg ist sei dahingestellt.

Ausdauersport kurbelt übrigens die Produktion von Histamin ebenfalls an, was ein guter Grund wäre, wieder vermehr aktiv zu werden.