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Frust - Wut - Hilflosigkeit

Frust - Wut – Hilflosigkeit

Diese drei Worte kennt wohl jeder der irgendwann in seinem Leben in eine Situation kam, in der er feststellen musste, dass plötzlich gar nichts mehr geht.

Wenn man dann mal ein bisschen zurückblickt, fragt man sich, wann das Ganze denn eigentlich begonnen hat und wann es dermassen aus dem Ruder gelaufen ist.

 

In der Regel beginnt es mit Frust.

Erst nimmt man alles locker, ist aufgestellt, es funktioniert und alles läuft wie am Schnürchen. Der Haushalt läuft, die Partnerschaft ist stabil und im Job läufts rund.

Dann schleichend machen sich erste Anzeichen bemerkbar, man lässt im Haushalt immer öfters was liegen, das Einkaufen wird zum Müssen, die Kinder fordern nur noch, der Partner will auch was, irgendwie spricht man verschiedene Sprachen, und der Gedanke ans Arbeiten erzeugt Stress.

Die ersten körperlichen Beschwerden machen einem zu schaffen, Kopfweh, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Erschöpfung sind bald schon Dauerbegleiter.

 

Irgendwann ist man so gefrustet dass die Wut durchkommt.

 Fragen: „wieso denn gerade ich?“, „bin ich denn so ein Tollpatsch dass mir immer öfters Missgeschicke passieren?“, „bekomme ich denn gar nichts mehr auf die Reihe?“, „wieso muss ich denn immer alles alleine machen?“, oder; „kann das denn nicht mal jemanden anders übernehmen?“, „wieso sieht denn mein Partner nicht dass ich nicht mehr kann und hilft mir?“, „müssen wir denn in der Freizeit noch zu der Party gehen?“, „wieso muss ich immer alleine zu den Elterngesprächen in die Schule gehen?“ „wieso sieht der Chef denn nicht dass mein Kollege gemobbt wird?“….die Reihe ist endlos lang.

 

Zum Frust und der Wut stellt sich dann bald mal die Hoffnungslosigkeit.

Man fragt sich; „hört das denn irgendwann wieder auf?“ „wieso ist mein Körper denn plötzlich so anfällig?“, „wann kann ich endlich wieder mal eine Nacht durchschlafen?“, „hören diese Schmerzen denn auch mal auf?“, „wieso nützen die Medikamente denn nichts?“, „wieso sieht denn mein Partner nicht wie schlecht es mir geht?“, „soll ich es wagen und mit dem Chef das Gespräch suchen oder verliere ich dann den Job?“, „was soll ich denn nur machen wenn mir der Arzt wieder nicht glaubt?“, „Ich habe doch keine Ahnung wie ich diese Papiere für die Versicherung ausfüllen muss, wer hilft mir denn dabei?“…..auch hier, es hört einfach nicht mehr auf….Druck, Stress und Rechtfertigung überall, wieso, wenn und weshalb…

Kommt dir das alles ein bisschen bekannt vor, du bist in einer Situation, aus der du nicht mehr alleine herausfindest?

Dann wird es Zeit dass wir mal miteinander sprechen, ich habe diese Stadien alle durchgemacht und weiss dass nach der Hoffnungslosigkeit auch wieder die Hoffnung kommt, und dann Schritt für Schritt den Weg zurück ins Leben.