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Angst - Panik

Angst/ Panik

Fast jeder fünfte Mensch in der Schweiz leidet unter einer Angststörung, darunter auffallend viele Jugendliche.

Beim Erwachsenen liegt die Krankheitshäufigkeit bei fast 16%, also auch da sehr hoch, und trotzdem spricht man immer noch hinter vorgehaltener Hand darüber.

 

Warum entstehen irrationale Ängste und Panikattacken?

Ängste im Kindesalter sind weit verbreitet und gehören zu einer normalen Entwicklung. Wenn man sich aber die Weiterverbreitung anschaut, stellt sich die Frage, wann es denn Sinn macht einzugreifen, welche Ängste behandelt werden sollten und welche nicht.

Oftmals gibt das Nichteingreifen den Betroffenen das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, dass die Ängste nicht der Rede wert sind.

Oftmals werden diese von den Eltern nicht mal richtig bemerkt, werden als nicht wichtig angesehen oder es geschieht das Gegenteil;  Eltern fühlen sich dem ganzen gegenüber hilflos und stecken den Kopf in den Sand und fühlen sich dann schuldig wenn es später in eine Richtung ausufert.

Gerade Panikstörungen sind nicht immer nachvollziehbar, sorgen beim Umfeld für Kopfschütteln; denn äusserlich ist da  nichts zu erkennen.

Der Betroffene hat das Gefühl von seinem eigenen Körper im Stich gelassen zu werden.

Bis zum Alter von 11 Jahren sind Panikanfälle sehr selten.

Die wohl grösste Angst von Kindern ist die Trennungsangst. Auch da ist wieder prägend, wie Eltern damit umgehen, ob sie loslassen können oder ängstlich klammern, ob sie dem Kind was zutrauen oder dauernd hinterherrennen und selber Angst vor allem haben.

 

Wie entsteht eine Panikattacke?

Panikanfälle können durch eine Kombination aus biologischen und psychologischen Faktoren zustande kommen. Haben die Eltern Panikstörungen, kann man davon ausgehen, dass auch die Kinder anfälliger dafür sind. Das Kind lernt, normale, ungefährliche körperliche Unregelmässigkeiten als Gefahr zu interpretieren. Wiederholen sich die Situationen, kann sich eine ständig bestehende Angst bilden, die für Aussenstehende nicht nachvollziehbar ist.

Im Körper geht ein Prozess vonstatten, den man sich wie einen Aufschaukelungs-Prozess vorstellen kann, der mit körperlichen Reaktionen wie Herzklopfen, Schwitzen oder mit  Gedankenveränderungen beginnt.

Gerade Krankheiten können dazu führen dass man sich gedanklich nur noch damit befasst, dass nichts anderes mehr im Leben Platz hat, dass man sich die schlimmsten Szenarien vorstellt.

Diese Veränderungen können unterschiedliche Ursachen haben, wie z.B. körperliche Anstrengungen oder Hitze. Sie werden mit Gefahr in Zusammenhang gebracht, was wiederum Angst oder Panik auslöst.

Aus Angst vor der Angst umgehen die Betroffenen Situationen, die Panikattacken auslösen können. Sie ziehen sich immer weiter zurück. Das kann soweit führen dass Betroffene ihre Wohnung nicht mehr verlassen.

 

Welche Angststörungen sind denn am häufigsten?

Zu den klassischen Angststörungen zählen neben der Panikstörung, spezifische Phobien.

Am bekanntesten dürfte wohl die Spinnenphobie sein. Diese kann soweit gehen dass sich die Betroffenen nicht mehr in bestimmte Gegenden oder Räume getrauen.

Eine andere Angst ist die Trennungsangst, vor allem Scheidungskinder leben mit der Angst von jedem verlassen zu werden, was sich später negativ auf Partnerschaften auswirken kann.

Bestens kennen dürften viele die Prüfungsangst. Von Herzrasen über Schwitzen bis hin zu Durchfall ist alles möglich.

In die gleiche Kategorie gehören Auftritte vor eine Menschenmenge. Herzrasen und Übelkeit begleitet so manchen vor einem Vortrag.

 

Auch Schmerzpatienten kennen das Gefühl der Angst.

Bei vielen ist es erst mal die Angst vor einer Diagnose. Wenn dann nichts gefunden wird ist es die Angst vor der Situation, gepaart mit Kopfkino; wieso die Schmerzen denn da sind, und ob man sich das Ganze denn nur einbildet.

Dann folgt die Angst vor den Ärzten, gefolgt von den Therapeuten; mit der Frage; bringen die denn alles wieder ins Lot…

Bald schon folgt die Angst vor dem Jobverlust und damit verbunden die Existenzangst.

Es wird einem Angst und Bange wenn man  die Beipackzettel der Medikamente liest und man fragt sich ob man sich denn damit nicht noch mehr schadet.

Es folgt die Angst ob sich das denn nie mehr ändert, gepaart mit der Angst vor den sozialen Verlusten; Freunde ziehen sich zurück, die Familie hat immer weniger Verständnis..

 

Auch ich habe alle diese Stadien durchgemacht.

Ich übergab die Verantwortung ganz und gar den Ärzten, Therapeuten, Medikamenten und den Behörden.

Aber genau das ist das Problem; man ist geneigt sein ganzes Leben in die Hände anderer zu geben und wundert sich dann dass es nie besser wird.

Ich lernte auf die harte Tour was Eigenverantwortung bedeutet.

Ich  habe wieder Verantwortung mir gegenüber wahrgenommen und mich Schritt für Schritt daraus befreit, habe mich den Ängsten gestellt, habe gelernt zu akzeptieren was nicht zu ändern ist und bin wieder ein freier Mensc