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Altersschwindel

Altersschwindel

 

„Jedesmal wenn ich aufstehe, dreht sich alles in meinem Kopf, und ich schleiche nur noch tastend den Wänden entlang“

Kommt das jemandem bekannt vor, findet er sich in dieser Aussage wieder?

Dieser Zustand kann einem schon Angst und Bange machen.

Schwindelgefühle sind leider ein häufig auftretendes Symptom, allerdings meistens  mit harmlosen Ursachen, was es aber nicht weniger schlimm für die Betroffenen macht.

Nur in etwa 12% aller Fälle liegt ein gefährlicher, zentraler Schwindel vor, was auf einen Hirnschlags im Bereich des Hirnstamms oder des Kleinhirns hindeuten kann.

 

Doch wieso sind so viele ältere Menschen von diffusem Schwindel betroffen?

Einerseits sind die beiden Gleichgewichtsorgane im Innenohr einem natürlichen Alterunsprozess unterworfen, andererseits nehmen die Sehschärfe, die Koordination der Beine und das Wahrnehmen der Körperhaltung mit dem Alter ab.

Zudem leiden ältere Menschen häufig an chronischen Erkrankungen, nehmen Medikamente ein, die wiederum zu Schwindel als Nebenwirkung führen können.

Die Folge ist oft eine erhöhte Sturzgefahr.

 

Wie entsteht Schwindel?

Schwindelsymptome entstehen immer dann, wenn unterschiedliche Sinneseindrücke des Sehens und des Gleichgewichtsorgans im Mittelohr nicht übereinstimmen.

 

Es gibt verschiedene Schwindelarten die im Alter vorkommen:

 

Der Dreh – oder Schwank Schwindel und der Lagerungsschwindel sind die häufigsten Arten.

 

Beim Dreh – und Schwank Schwindel hat man das Gefühl jeden Moment bewusstlos zu werden, einfach umzukippen.

 

Beim Lagerungsschwindel dreht sich plötzlich die ganze Welt obwohl wenn man sich nur im Liegen gedreht hat und es wird einem von einer Sekunde zur andern speiübel.

 

Schwindel entsteht oft weil sich in der Flüssigkeit des Innenohrs Steinchen bilden, welche die Bewegungsfühler des Ohrs reizen und damit alles durcheinanderbringen. Diese kleinen Innenohrkristalle, auch Otolithen genannt, bewegen sich mit der Bewegung des Kopfes, lösen einen sekunden- bis minutenlangen Drehschwindel aus.

 

Entzündungen im Ohr können aber auch immer einen Funktionsausfall hervorrufen, mit permanenter Beeinträchtigung des Geleichgewichtsorgans.

 

Anfallsartige, episodische Schwindelanfälle werden oft durch Störungen des Innenohres ausgelöst.

 

Wichtig ist bei jedem längeren Schwindel dass man dies beim Arzt abklären lässt, damit er ernsthafte Erkrankungen ausschliessen kann.

Es gibt spezielle Schwindelmedikamente, die vor allem bei akutem und starkem Schwindel eingesetzt werden.

Ein gutes Mittel aus der Natur, das auch schon bei den kleinsten Anzeichen eingesetzt werden kann ist Ginko. Er fördert die Durchblutung im Innenohr. 

Aus dem homöopathischen Bereich könnten bei Altersschwindel Cocculus, die Scheinmyrte, der gefleckte Schierling oder der graue Amber hilfreich sein. Auch hier gilt, die empfohlene Dosis nicht zu überschreiten.

 

Es macht übrigens Sinn, vor allem bei länger dauernden Beschwerden, darauf zu bestehen dass sich ein HNO-Facharzt das anschaut. Es ist in der Regel nämlich so, dass die Untersuchungsinstrumente des Hausarztes nicht in der Lage sind, das ganze Ohr zu sehen und alle Erkrankungen zu erkennen, was nur dazu führt dass der Betroffene länger als notwendig leidet und sich vor allem immer weniger verstanden fühlt