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Weihrauch - Heilkraut

Weihrauch

Weihrauch kennen wir in Europa hauptsächlich aus dem katholischen Gottesdienst und vergessen dass es eigentlich auch ein sehr wertvolles Heilmittel wäre, welches seit Jahrtausenden verwendet wird, leider aber aus den Kräuterbüchern verschwunden ist.

 

Früher vertrieben die Inder mit Weihrauch Hexen und Dämonen. Jahrhundertelang wurde Weihrauchharz sogar in Gold aufgewogen.

Das ist zwar längst vorbei, aber seine positive Wirkung auf die Gesundheit ist noch heute bekannt, oder besser gesagt, seit einigen Jahren wieder vermehrt bekannt.

Weihrauch ist ein Harz, das viele unter dem Namen Olibanum kennen.

Weihrauchbäume sind knorrige Bäume oder Sträucher, die auf trockenem, steinigem Boden in Afrika, der arabischen Halbinsel und in Indien wachsen. Sie gehören zur Gattung der Boswellia und es gibt ca. 25 verschiedene Arten.

Allerdings werden nur wenige davon für die Gewinnung von Weihrauch genutzt, wobei der indische der Bekannteste ist und auch nur diese Art in den Arzneibüchern aufgelistet ist.

 

Das Harz dieser besonderen Bäume wird von Nomaden geerntet und an der Luft getrocknet. Es sind die Boswelliasäuren im Harz, die den Weihrauch als Heilmittel so wertvoll machen.

Diese wirken antibakteriell, beruhigend und schmerzlindernd, hemmen das Enzym-5-Lipoxygenase, welches bei Entzündungen besonders aktiv ist.

Boswellia kann somit vor allem bei Entzündungserkrankungen wie Husten, Heiserkeit, Schnupfen, Asthma, Blase – und Nierenentzündungen, Rheuma oder Gicht helfen.

Ebenso soll es gegen entzündliche Erkrankungen von Darm, dem Nervensystem, oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Psoriasis helfen.

Weihrauch hat auch eine unterdrückende Wirkung auf das Immunsystem und kann bei Depressionen und Angstzuständen helfen.

In der Schweiz ist Weihrauch ausschliesslich in Appenzell- Ausserrhoden als Phytopharmakon eingestuft und somit als Medikament in

Tablettenform für die innerliche Anwendung erhältlich.

In der restlichen Schweiz ist es momentan nur gegen Arztrezept und Sondergenehmigung von Swissmedic erhältlich.

Als homöopathisches Arzneimittel sind jedoch schweizweit Globuli Präparate erhältlich, ebenso die Gel,- Balsam,- oder Ölform.

Denn auch diese können sehr wirkungsvoll sein wenn sie direkt auf die schmerzenden Gelenke und Muskeln aufgetragen und einmassiert werden, da die Anzahl der entzündungshemmenden Wirkstoffe darin höher ist als bei den meisten andern ätherischen Ölen.

Vorsicht; nicht alle Weihrauchöle sind zur Einnahme gedacht, informiere dich beim Kauf deshalb sehr gut über Qualität und Anwendungsgebiet. Benutze ausschliesslich 100%, reines Öl und beschränke dich im Zweifelsfall auf die äusserliche Anwendung

Auch in der Aromatherapie wird Weihrauch eingesetzt:

 

Weihrauch beeinflusst die menschliche Psyche positiv, beruhigt, entspannt, mindert Angst und Stress. Es regt die Selbstheilungskräfte an und fördert die Konzentration und angeblich sogar das Gedächtnis.

 

Das ist auch der Grund wieso in Kirchen aber auch für die Meditation Weihrauch verwendet wird.

 

In der Aromatherapie wird das Öl inhaliert oder versprüht. Entweder einige Tropfen in heissem Wasser oder direkt auf ein Tuch geben und inhalieren.

 

Es kann aber auch gut ins Badewasser gegeben werden: es fördert die Zellregeneration, hilft bei trockener Haut, mindert Altersanzeichen, Narben und Dehnungsstreifen.

 

Damit sich das Öl an das Wasser bindet kann es mit einer kleinen Portion Kaffeerahm vermischt werden.

Viele mögen den Duft nicht so sehr, das Öl kann deshalb gut mit einem Trägeröl wie Jojoba,- Süssmandel,- oder Zitrusöl vermischt werden.

In der Regel wird Weihrauchöl sehr gut auf der Haut vertragen, es gibt aber immer wieder Menschen bei denen das nicht der Fall ist.

Deshalb immer erst auf einer kleinen Stelle etwas verreiben und abwarten wie man reagiert.