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Schröpfen

Schröpfen

Viele Menschen wünschen sich ohne Medikamente ihre Beschwerden lindern zu können.

Leider ist das nicht immer möglich, aber es gibt viele Wege um es zu versuchen.

Frei nach dem Motto: „nützt es nicht so schadet es nicht!“

 

Es kann sein dass Naturheilmethoden besser wirken als so manche Chemie; das Problem ist normalerweise, dass man seinem Arzt zu sehr vertraut und fraglos alles schluckt was einem verordnet wird und sich gar nicht erst damit auseinander setzt was es denn noch so für Alternativen geben würde.

 

Eine Methode die durchaus in Betracht zu ziehen ist, ist Schröpfen.

 

Schröpfen ist eine Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird in vielen Praxen angeboten.

Sie ist weit über 3000 Jahre alt und eine der ältesten Therapien überhaupt.

 

Schröpfen ist eine ausleitende Therapie und es können Leiden wie Kopfschmerzen, Migräne, rheumatische Erkrankungen, Hexenschuss, Bandscheibenprobleme, muskuläre Verhärtungen, aber auch Menstruationsbeschwerden, Harnwegsentzündungen, Asthma, Erkältungen, Verdauungs-oder Herz-Kreislaufprobleme damit behandelt werden. Viele Frauen schwören auch auf Schröpfen im Kampf gegen ihre Cellulite.

 

Die Wirkung vom Schröpfen ist, Schadstoffe, die sich im Körper abgelagert haben, auszuleiten.

Nebst der ausleitenden Wirkung wird Schröpfen auch als Reiztherapie eingesetzt. Gewisse Hautbereiche sind über Nervenbahnen mit Organen verbunden. Schmerzen auf der Haut oder im Bindegewebe können deshalb die Ursache in einer Störung eines inneren Organs haben. Dies funktioniert aber auch umgekehrt; behandelt der Therapeut den entsprechenden Hautbereich, kann dadurch das betroffene Organ behandelt werden.

 

Das funktioniert folgendermassen:

Der oder die Therapeut/in benutzt dafür sogenannte Schröpfgläser, die mit einem Gummisaugball oder mit einem Vakuumpumpsystem ausgestattet sind.

Die runden Gläser werden auf die zu behandelnde Hautstelle gelegt, durch das Absaugen der Luft entsteht ein Unterdruck. Dieser sorgt dafür, dass die Schadstoffe über die Haut ausgeleitet werden. Durch das Vakuum erweitern sich die Gefässe und die Durchblutung wird angeregt.

Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte zu animieren und zu stärken.

Meist wird die Therapie am Rücken durchgeführt.

Es gibt auch Schröpfsets für den Eigengebrauch, davon ist aber abzuraten, denn es muss schon von einem Sachverständigen ausgeführt werden, der genau weiss worauf er zu achten hat.

 

An folgenden Dingen sieht man ob der Therapeut was davon versteht oder ob er nur einen schnellen Wochenendkurs gemacht hat:

 

-        Für Menschen die Gerinnungshemmer nehmen, ist diese Therapie nichts, es können inneren Blutungen ausgelöst werden.

 

-        Bei einer nachfolgenden Behandlung sollten die Schröpfkugeln nie an derselben Stelle angesetzt werden.

 

-        Nach dem Schröpfen sollte einige Stunden mit dem Duschen gewartet werden, um Schäden an den gereizten Hautstellen zu vermeiden.

 

-        Vorsicht gilt auch, wenn der Therapeut die genauen Beschwerden nicht kennt und dadurch nicht weiss wo er genau die Gläser ansetzen soll.

 

Eines sollte man sich aber bewusst sein beim Schröpfen; man läuft danach mit vielen blauen Flecken am Rücken herum und es kann durchaus schmerzen.

Also vielleicht nicht gerade im Hochsommer diese Therapie machen, wenn man ins Schwimmbad gehen oder sonst leichtbekleidet rumlaufen möchte.