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Kräuter - Heilkräuter

Kräuter –  Gewürze – Pflanzen 

Kräuter und Gewürze können unsere Genesung unterstützen und vorbeugend wirken.

 

Schon Hippokrates forderte: „Die Nahrung soll eure Medizin sein!“

 

Uns allen ist eigentlich bewusst, dass die Nahrung auch Medizin sein sollte, im Sinne von gesund sein und bleiben.

Wir achten überall auf Nährstoffe, Vitamine, Frische, wieviel Fette oder Zucker etwas enthält, aber nur die wenigsten setzen Kräuter gezielt ein.

 

Früher waren Pflanzen weltweit ein wichtiges Heilmittel.

Diese alten Theorien und Ansätze werden als „Pflanzenheilkunde“ oder „Phytomedizin“ bezeichnet. TCM und Ayurveda sind daraus entstanden.

 

Kräuter können viel mehr als nur in Form einer Mahlzeitenzutat unsere Geschmacksknospen begeistern; Kräuter und Gewürze unterstützen die Verdauung, schützen vor Keimen, stabilisieren das Nervensystem und stärken das Immunsystem.

Durch deren Beigabe zu einfachen Alltagsrezepten und Desserts kann ihre heilende Kraft genutzt werden.

 

Kräuter können zwar viel, aber ein Allheilmittel sind sie dennoch nicht.

 

Gut ausgebildeten Phytotherapeuten geht es bei Diagnose, Behandlung und Heilung nicht darum, passende Kräuter für bestimmte Beschwerden zu verordnen. Sie achten vielmehr auf eine individuelle Herangehensweise und wählen die Pflanze für die Person aus, nicht nur für bestimmte Beschwerden.

 

Die Kräuterlehre betont, dass jeder Mensch ein Individuum ist und Kräuter entsprechend gewählt werden müssen.

Viele Phytopraktiker greifen dazu auf das Grundprinzip der Energetik zurück und klassifizieren Menschen nach den vier Eigenschaften; heiss, kalt, trocken oder feucht.

 

Jeder Mensch hat von Geburt an eine einzigartige Mischung dieser vier Grundeigenschaften und diese Energetik wird gern als Konstitution bezeichnet.

 

Die Pflanzen weisen ebenfalls diese vier Eigenschaften auf.

Es geht dabei nicht um die Körpertemperatur, sondern um empfundene Hitze oder Kälte, und wie Kräuter sowie Gewürze im Körper wirken, welche Empfindungen sie auslösen.

 

Es geht darum, das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen. Deshalb bekommt jemand, der „heiss“ ist kühlende Kräuter, jemand der „trocken“ ist, befeuchtende Kräuter, also immer das Gegenteil.

 

Krankheiten können unsere Energetik allerdings verschieben. Ist ein kühler Typ durch einen Infekt heiss, kann durch Kräuter die energetische Konstitution wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

 

Die Energetik der Pflanzen wird auch über ihren Geschmack eingeteilt, nämlich in scharf, salzig, sauer, bitter und süss.

 

Hier ein paar Beispiele:

Scharfe Pflanzen:

Cayennepfeffer, Fenchel, Knoblauch, Lavendel oder Petersilienblätter wirken wärmend und anregend

 

Salzige Kräuter:

Brennnessel z. B. besitzt einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und wirkt tendenziell  befeuchtend

 

Saure Pflanzen:

Holunderbeeren, Rosen oder Zitronenmelisse sind trocknend, leicht kühlend verdauungsanregend und entzündungshemmend

 

Bittere Pflanzen:

Artischocke oder Kakao, kühlen und trocknen, bringen die Verdauung in Schwung und regulieren Entzündungen

 

Süsse Wurzeln:

Eine sehr wirkungsvolle Wurzel ist die Ashwagandha, sie hilft bei Schwäche- und Mangelerscheinungen, bei Stress, wirkt schlaffördernd, wärmend oder befeuchtend.

 

Die Natur hat uns reichlich beschenkt mit vielen verschiedenen Kräuter, Pflanzen und Gewürzen.

Beschäftigen wir uns doch wieder ein bisschen mehr damit und nutzen wir sie im täglichen Gebrauch.