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Lymphsystem

Lymphsystem - Lymphknoten

 

Das Lymphsystem ist Teil unserer Immunabwehr und unterstützt die Bekämpfung von Krankheitserregern.

 

Die Lymphknoten sind stille, aber fleissige und vor allem äusserst wertvolle Mitbewohner des menschlichen Körpers.

 

Die Lymphbahnen ziehen sich durch den gesamten Körper. Dort wo sie aufeinander treffen, befinden sich kleine Knoten, die sogenannten Lymphknoten.

 

Wir finden sie am Hals, um das Schlüsselbein, in den Armbeugen, in den Knien und in der Lendengegend, also eigentlich überall wo wir etwas „beugen“.

Die flüssige Lymphe wird in den Lymphbahnen transportiert und gelangt so in die Lymphknoten.

Dort leben spezielle Abwehrzellen, welche die Lymphe filtern und von Bakterien und Schmutzpartikel befreien, man könnte sie also auch als „Müllabfuhr“ des menschlichen Körpers nennen.

Die so gereinigte Lymphe fliesst nun zurück ins Blut.

 

Im normalen Zustand sind die Lymphknoten etwa erbsengross. Müssen sie sich gegen Erreger zur Wehr setzen, eine Infektion oder Entzündung bekämpfen, schwellen sie an.

 

Das erklärt aber auch wieso wir im Winter besonders häufig geschwollene Lymphknoten im Halsbereich haben; eine leichte Erkältung oder ein grippaler Infekt reicht, und schon wachsen sie.

In der Regel ist das harmlos und normalerweise verringert sich ihre Grösse innert weniger Tage von alleine wieder.

Durch einfaches Abtasten kann man selber feststellen ob sie geschwollen sind.

Klingt die Erkältung ab und die Knoten verschwinden wieder ist alles gut.

Den Arzt sollte man dann aufsuchen, wenn die Lymphknoten geschwollen sind, aber kein Infekt dafür verantwortlich ist und nach zwei Wochen keine Besserung in Sicht ist.

 

Treten zusätzliche Symptome wie Nachtschweiss, Gewichtsverlust, Fieber, Atemprobleme oder Schluckbeschwerden auf könnte das einen Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein.

Dazu gehören etwa die Borreliose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Rheuma oder Zahnprobleme.

Geschwollene Lymphknoten können aber auch einen Hinweis auf eine Krebserkrankung wie Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs sein.

 

Weitaus verbreiteter, vor allem bei Frauen, ist das Lymphödem.

Ist nämlich das Lymphsystem gestört, kann es zu einem Stau kommen. Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe, mit der Folge, dass die Beine stark anschwellen.

Indem man die Beine nach dem Duschen oder Baden kalt abspült und sie möglichst oft hochlagert kann man dem ein bisschen entgegenwirken.

Ödeme kann es aber überall im Körper geben.

 

Doch wieso es überhaupt so weit kommen lassen?

 

Wir können schon vorbeugend etwas dagegen unternehmen damit wir gar nicht erst krank werden.

 

Eine Lymphdrainage oder eine gezielte  Massage aktiviert beispielsweise das ganze System und hilft Lymphstau und Schwellungen der Knoten zu verringern.

 

Auch Sport ist eine gute vorbeugende Massnahme. Dabei werden nicht nur die Muskeln trainiert sondern auch das Lymphsystem.

 

Besonders empfehlenswert ist schwimmen, da dabei der Wasserdruck gleichzeitig wie eine Massage auf die Lymphkanäle wirkt.

 

Übergewicht reduzieren macht auch Sinn und vor allem der Verzicht oder wenigsten die Reduktion vom Salzkonsum hat einen positiven Einfluss, da Salz Flüssigkeit bindet und somit mehr angestaut wird.