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Altersdiabetes

Altersdiabetes

 

(Quelle Glücks Post)

Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste Zuckererkrankung.

Doch leider sind auch immer mehr jüngere Menschen vor diesem Alterszucker betroffen.

Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels.

 

Im Gegensatz zu Diabetes Typ 1, bei dem Insulin fehlt, ist anfangs beim Typ 2 im Körper genug von diesem Hormon, das den Blutzuckerspiegel regelt, vorhanden.

Allerdings sprechen die Körperzellen schwächer auf Insulin an, es entsteht eine sogenannte Insulinresistenz. Die Zellen nehmen weniger Zucker aus dem Blut auf, so dass der Blutzuckerspiegel steigt.

 

In der Schweiz leiden über 400 000 Menschen unter „Alterszucker“ oder „Altersdiabetes“, wie die Krankheit im Volksmund bezeichnet wird.

 

Dass die Erkrankung längst nicht nur mit hohem Lebensalter zu tun hat, zeigt der stetig steigende Anteil von „jüngeren“ Menschen, die an Diabetes Typ 2 erkranken.

 

Die Häufigkeit steigt im Alter zwischen 50 und 75 Jahren kontinuierlich an.

 

Die Krankheit wird durch eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und Kohlenhydraten, Alkohol sowie Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt.

 

Erbliche Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen; wenn die Eltern bereits an Diabetes litten, haben die Kinder auch ein erhöhtes Risiko, diese Krankheit zu entwickeln.

 

Oft wird Diabetes Typ 2 eher zufällig entdeckt, da die Blutzuckerwerte lange Zeit nur geringgradig erhöht sind und typische Symptome wie häufiges Wasserlassen oder verstärktes Durstgefühl ganz fehlen können.

Personen, die unter Diabetes Typ 2 leiden weisen zudem oft auch Zeichen eines metabolischen Syndroms auf. Das heisst, sie leiden nebst Übergewicht auch an erhöhtem Blutdruck und erhöhten Blutfetten.

Bleibt ein Diabetes Typ 2 über längere Zeit unbehandelt und damit unerkannt, werden die Blutgefässe und gewisse Organe wie Augen, Nieren und Herz unbemerkt geschädigt.

Als Folge können eine Gefässverkalkung, ein Hirnschlag, ein Herzinfarkt, eine Seheinschränkung oder eine Niereninsuffizienz auftreten.

 

Ist die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 einmal gestellt, sollte dringend eine Gewichtsreduktion angestrebt werden.

Wenn der Patient sein Gewicht senken kann, ist es den Körperzellen wieder möglich, das eigene Insulin zu verwerten.

Dies kann im besten Fall dazu führen, dass die Krankheit wieder verschwindet, sofern die Betroffenen nicht erneut an Gewicht zunehmen und den ungesunden Lebensstil weiterführen. Bereits eine Gewichtsreduktion von 5 – 10 Prozent reduziert das Diabetes-Typ 2 –Risiko markant.

Ebenfalls wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist regelmässige Bewegung, und das mindestens 150 Minuten pro Woche. Am besten geeignet sind Ausdauersportarten wie Walking, Schwimmen oder Velofahren.

Diese Sportarten helfen bei der Gewichtskontrolle und senken direkt den Blutzucker.

Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, wenig Früchten, Eiweiss und nur eingeschränkt Zucker und Kohlenhydraten, verhelfen ebenfalls zu einem stabileren Blutzuckerwert mit weniger Schwankungen.

Helfen all dies Massnahmen nicht, können spezielle Medikamente verabreicht werden.

 

Menschen ab dem 50. Lebensjahr, mit einem etwas höheren Körpergewicht wird empfohlen, alle zwei Jahre einen Check up beim Hausarzt machen zu lassen.