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Mikronährstoffmangel - kein Einzelfall

Wie sieht die Realität aus? Studien mit über 800'000 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich und den USA, in denen das Einkaufs- und Ernährungsverhalten untersucht wurde, zeigen, dass 80% der Bevölkerung noch nicht einmal den Minimalbedarf an Vitaminen, der zur Vermeidung von Mangelerscheinungen nötig ist, mit der Nahrung zu sich nehmen.

Vielleicht gehörst du zu den 20%, die durch eine aussergewöhnlich gesunde Ernährung diesen Minimalbedarf abdeckt. Selbst dann wirst du nicht die optimale Vitaminzufuhr erreichen, wie sie zur Vorbeugung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen notwendig wäre.

Was bedeutet überhaupt Minimalzufuhr? Was zeigen die Studien zum Ernährungsverhalten eigentlich? Was kannst du daraus entnehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt extrem niedrige, tägliche Zufuhrempfehlungen (Referenzwerte) für Vitamine und Mineralstoffe zur Vermeidung von Mangelerscheinung. Diese Mengen sollten von allen Teilen der Bevölkerung über Nahrungsmittel erreicht werden. Dieser Minimalbedarf stellt das untere Limit, sozusagen ein Vitamingrundrecht dar. Es schliesst nicht einen erhöhten Verbrauch durch besondere Belastung, wie Alter, Wachstum, Schwangerschaft, Krankheit, Zigaretten- und Alkoholkonsum oder Medikamente mit ein.

 

Hoher Mikronährstoffmangel ist die Folge

Die fünf grossen Verzehrstudien aus drei hochentwickelten Ländern zeigen, dass trotz der niedrig angesetzten Minimalwerte der Grossteil der Bevölkerung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen unterversorgt ist. Wie sieht diese genau aus?

 

Deutschland – Mangel im Überfluss

 

An der Nationalen Verzehrstudie in Deutschland (Vera) nahmen 23.000  repräsentativ ausgewählte Verbraucher teil. Bei Frauen zwischen 19 und 35 Jahren besteht danach ein Mangel:

Bei 49% an Vitamin C

Bei 66% an Vitamin B12

Bei 99% an Folat

Bei 90% an Vitamin D

Bei 76% an Vitamin B6

Bei Folat, Zink, Jod und Kalzium kommt kaum ein Bundesbürger auf die ohnehin niedrigen Minimalwerte. Für Selen wird gar nicht erst ein Richtwert angesetzt. Dieser Wert wäre mit der Ernährung aus unseren selenarmen Böden ohne hin nicht zu decken. Der Stoffwechsel und das Immunsystem vieler Deutschen verhungern an vollen Töpfen.

 

Die Amerikaner – Die Zukunft der deutschen Fastfood-Generation

 

In den USA nahmen 21.500 Teilnehmer an einer Studie Teil. Keiner, ich betone KEINER der 21.500 Teilnehmer erreichte die von der RDA, dem amerikanischen Pendant der DGE, empfohlenen Minimalwert, für die Vitamine A, B1, B2, B6 und B12 sowie Kalzium und Eisen. Wer auch nur einmal am Tag hochverarbeitete Lebensmittel oder Junkfood isst, hat kaum noch eine Chance, die Minimalzufuhrwerte zu schaffen.

 

Frankreich – So gut ernährt sich der Franzose wirklich

 

In Frankreich gaben drei grosse repräsentative Studien: ESVITAF, die Verzehrstudie im Burgund und die Studie im Val de Marne. Diese drei Studien zeigen, dass auch unsere  gourmetfreudigen Nachbarn die empfohlenen Minimalwerte durch die Ernährung nicht erreichen. Die grossen Verzehrstudien zeigen, dass selbst dies unteren Wert heute kaum noch erreicht wird. Die Franzosen, genau wie alle Nordeuropäer essen 40% der Kalorien als Fett. Im Fett sind aber fast keine Mikronährstoffe enthalten. So kann man selbst im Schlaraffenland Frankreich nicht auf die Minimalzufuhr kommen

 

Auswertung aus den drei Studien

 

Vitamine/ Mineralstoffe                                              Männer                               Frauen

A                                                                                            12-60%                                 9-50%

B1                                                                                         43-80%                                 69-80%

B2                                                                                         27-60%                                 24,6-60%

B3                                                                                         49,5%                                   49,3%

B6                                                                                         67,5-80%                             90-92%

Folat                                                                                    40-90%                                 50-90%

C                                                                                            25-60%                                 15-60%

D                                                                                           90-98%                                 90-98,6%

E                                                                                            40-100%                              75-100%

Kalzium                                                                              20%                                       30%

Eisen                                                                                    5%                                         55-90%

Magnesium                                                                      60%                                       80%

Zink                                                                                      80%                                       90%

Selen                                                                                   90%                                       90%

 

 

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