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Biofeedback

Biofeedback 

(Quelle Sigrid Nesterenko)

Ursprünglich war Biofeedback ausschliesslich in naturheilkundlich orientierten Praxen und Kliniken anzutreffen, doch immer öfter findet sie auch in der klassischen Schulmedizin Anwendung.

 

Der Name Biofeedback besteht aus den Teilen Bio = Leben oder in diesem Fall Lebensvorgänge und Feedback = Rückmeldung.

 

Das bedeutet dass dabei psychophysiologische Prozesse, die in der Regel unbewusst ablaufen, durch ein Feedback, also durch eine Rückmeldung wahrnehmbar gemacht werden.

Diese Rückmeldungen umfassen Messungen körperlicher Reaktionen wie Blutdruck, Herzrate oder Muskelspannung.

 

Indem Messwerte solcher Körperfunktionen den Patienten in Echtzeit angezeigt werden, können die Patienten lernen, die entsprechenden Physiologischen Vorgänge gezielt zu beeinflussen.

Die körperlichen Reaktionen wie z.B. das Atmen, der Bluthochdruck und Muskelanspannungen werden an einem Bildschirm für den Patienten sichtbar gemacht. Dieser lernt dabei, diese körperlichen Vorgänge durch seinen eigenen Willen bewusst zu beeinflussen.

 

Biofeedback ist eine nebenwirkungsfreie, nichtmedikamentöse Behandlungsmethode, die in der Regel begleitend zu anderen Therapien zum Einsatz kommt.

Insbesondere Schmerzkliniken setzen auf die Wirksamkeit der Therapie.

 

Für Fibromyalgie-Patienten ist besonders die Tatsache der möglichen Schmerzlinderung von Bedeutung. Experten verweisen sogar darauf, dass die Behandlungserfolge durch Biofeedback vergleichbar mit dem Niveau von medikamentösen Schmerztherapien sind.

 

Sogar Patienten, die bislang therapieresistent auf andere Schmerzbehandlungen reagierten, sollen eine gute Chance haben, durch Biofeedback Linderung zu erfahren, und dies vor allem von langfristiger Dauer.

 

Während einer Biofeedback-Sitzung werden elektronische Sensoren an mehreren Körperstellen angebracht, die mit dem Biofeedback-Gerät verbunden sind.

Durch diese Sensoren wird ermöglicht, die körperlichen Rückmeldungen zu dokumentieren, die sich aus dem Herzschlag, Blutdruck, Hautwiederstand, der Muskelspannung, Atmung und den Hirnströmen ergeben.

Informationen die hieraus resultieren zeigt das Biofeedback-Gerät in Form von akustischen Signalen oder durch blinkende Lampen an. Je nach Gerät erfolgt auch eine optische Veranschaulichung auf einem Bildschirm.

 

Durch diese Signale wird es dem Patienten ermöglicht, seine körperlichen Reaktionen nachvollziehen zu können und entsprechend gegenzuwirken.

Sobald der Patient die Reaktionen des eigenen Körpers kennengelernt hat, besteht der nächste Schritt darin, Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, wie bestimmte Reaktionen abgemildert werden können. Voraussetzung hierfür ist, dass der Patient erkennt, welche Verhaltensweisen zu welchen Körperreaktionen führen.

Durch bestimmte Gedanken- und Entspannungsmuster sollen die ungünstigen Reaktionen vermieden werden und positive gestärkt werden.

 

Dies braucht viel Geduld und Ausdauer bis man versteht wieso der Körper in welcher Situation so reagiert.

 

Damit die Biofeedback-Therapie erfolgreich verlaufen kann, ist es unverzichtbar die Anwendung regelmässig zu trainieren.