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Fasten bei chron. Schmerzen

Fasten – mit wenig Nahrung zu mehr Gesundheit

 

(Quelle Sigrid Nesterenko)

Fasten ist seit jeher eine Gesundheitsfördernde Massnahme, die sich bei zahlreichen Krankheitsbildern günstig auswirkt.

 

Auch bei der chronischen Schmerzen kann fasten zu bemerkenswerten Symptomlinderungen führen, insbesondere betrifft dies Schmerzen, Verdauungsprobleme, Beweglichkeit und Erschöpfung.

 

Wie sich vorübergehende Nahrungseinschränkung oder Nahrungsmittelverzicht positiv auf den Gesundungsprozess auswirken kann, lässt sich an Tieren sehr gut beobachten.

Wenn es einem Tier nicht gut geht, liegt es irgendwo rum und verweigert jegliches Essen. Sobald es ihm wieder besser geht, beginnt es wieder langsam zu essen und trinken.

Wir Menschen verhalten uns ganz ähnlich wenn wir kränkeln. Auch uns vergeht jeglicher Appetit, wir vermeiden intuitiv die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.

Dieser natürlich auftretende Mechanismus, durch den wir eher unfreiwillig auf Essen und Trinken verzichten, unterstützt sehr effektiv den Genesungsprozess.

Dies geschieht, indem der Körper die sonst für die Verwertung der Nahrung benötigte Energie nun anderweitig einsetzen kann.

 

Infolgedessen kommt es unter anderem zur Aktivierung der Selbstheilungspozesse, zur vermehrten Ausscheidung von Schadstoffen oder zur Ausheilung von Entzündungen.

Darüber hinaus führen noch weitere Aspekte zu einer Linderung verschiedener Symptome.

 

Einerseits ist es der automatische Verzicht auf unverträgliche Nahrungsmittel, aber auch der Verzicht auf Fleischprodukte, die entzündungsfördernde Arachidonsäure und Linolsäure enthalten.

Innerhalb weniger Tage kommt es zu einem niedrigen Arachidonsäurespiegel, so dass sich Entzündungsprozesse automatisch reduzieren.

 

Des Weiteren stellen sich Verbesserungen ein, weil der Darm durch den Nahrungsmittelverzicht eine grosse Entlastung erfährt. Hierdurch kann er sich regenerieren, was unter anderem zu einer verbesserten Immunsituation führt.

Die Darmentlastung wird noch effektiver, wenn während des Fastens  Darmreinigungen in Form von Einläufen oder der Colon-Hydro-Therapie erfolgen. Viele Therapeuten raten sogar dringend, diese zusätzlichen Darmreinigungen durchzuführen oder andernfalls gar nicht erst mit der Fastenkur zu beginnen.

 

Fasten hat den besten Effekt, wenn für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von täglich 2 – 3 Litern gesorgt wird.

Diese sollen möglichst durch kalorienarme Getränke wie Kräutertees, kohlensäurefreies Mineralwasser oder Gemüsebrühe erfolgen.

Welche Getränke und welche, bzw. ob überhaupt feste Nahrungsbestandteile während des Fastens verzehrt werden, hängt von der jeweiligen Fastenkur ab.

 

Zu den bekanntesten Methoden gehören das Heilfasten, Saftfasten, Basenfasten und Früchtefasten.  

Überhaupt sollte das Fasten nicht eigenmächtig erfolgen, sondern immer mithilfe einer therapeutischen Begleitung. Dies ist nicht nur Schmerzpatienten anzuraten, sondern jedermann auf Grund möglicher Fastenkrisen, die bei unsachgemässem Fasten auftreten können.

Diese zeigen sich durch vorübergehende extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel.

So erfreulich der kurzfristige Erfolg des Fastens sich bei vielen Schmerzpatienten, insbesondere in Form einer spürbaren Schmerzlinderung zeigt, so ist dieser verbesserte Zustand nicht dauerhaft aufrechtzuerhalten, wenn die vorherige, ungesunde Ernährungsweise wieder Einzug hält.

 

Die Ernährung spielt bei vielen Schmerzbetroffenen eine entscheidende Rolle, wie sich immer wieder bestätigt.

Wird diese nicht ausreichend berücksichtigt, dann kann auch kurzzeitiges Fasten keine Wunder vollbringen, wenn nach der Fastenkur weiterhin unverträgliche Nahrungsmittel verzehrt werden oder andere gesundheitsfördernde Massnahmen nicht stattfinden.