· 

Herzrhythmusstörungen - Vorhofflimmern

Herzrhythmusstörungen - Vorhofflimmern

 

Herzstolpern ist ein weit verbreitetes Phänomen. Es findet sich kaum jemand dessen Herz nicht zwischendurch etwas aus dem Takt gerät.

 

Oft sind Herzrhythmusstörungen nur lästig, in einigen Fällen können diese aber auch gefährlich sein und schwere gesundheitliche Folgen haben.

 

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern.

Dabei ist die Aktivität in den oberen Herzkammern, den Vorhöfen gestört, wobei es zu unregelmässigen und oft viel zu schnellen Herzschlägen kommt; diese sind mit einem elektrischen Gewitter vergleichbar.

 

Wenn nicht nur einzelne Stolperer auftreten, sondern wenn das Herz komplett, über mehrere Minuten und Stunden aus dem Takt gerät, dann sind medizinische Abklärungen zwingend nötig.

Bei wenigen Betroffenen äussert sich Vorhofflimmern nicht primär als Herzrhythmusstörung, sondern unspezifisch als Atemnot oder Engegefühl in der Brust.

 

Es gibt zwei Formen der Erkrankung

Bei einem Vorhofflimmern wird zwischen einer episodischen (paroxysmalen) und einer anhaltenden (persistierenden) Form unterschieden.

Beim paroxysmalen Vorhofflimmern treten die Episoden nur gelegentlich auf und gehen nach einigen Stunden bis Tagen von alleine wieder

weg.

Bei der persistierenden Form bleibt das Vorhofflimmern andauernd bestehen, sofern es nicht durch ärztliche Massnahmen gestoppt wird.

 

Das Vorhofflimmern kann in jedem Alter auftreten, tritt aber bei älteren Menschen gehäuft auf. Bei den über 75- jährigen sind gut 10% betroffen.

Bleibt ein Vorhofflimmern unerkannt, kann es zu schweren gesundheitlichen Folgen führen und die Betroffenen auf zwei Arten gefärden.

 

Einerseits ist unbehandeltes Vorhofflimmern für rund einen Viertel aller Hirnschläge verantwortlich, da sich im Herz Blutgerinnsel bilden können, welche später die Hirnstrombahn verstopfen und somit einen Hirnschlag auslösen.

Andererseits kann der Puls über längere Zeit deutlich erhöht sein; die Folge; das Herz ermüdet, und es kann zu einer Herzschwäche kommen.

 

Das erste was durchgeführt werden sollte, ist das sogenannte EKG, das Elektrokardiogramm, damit die effektiv vorliegende Rhythmus-Situation so schnell wie möglich geklärt werden kann.

 

Die Therapie eines Vorhofflimmerns basiert auf zwei Säulen.

Das erste ist die Prävention.

Dabei geht es vor allem darum, einen Hirnschlag zu vermeiden, indem eine medikamentöse Therapie mit einem Blutverdünnungsmittel durchgeführt wird.

 

Das Zweite umfasst die eigentliche Behandlung des Vorhofflimmerns mittels einer regelmässigen Frequenzkontrolle.

Ziel dabei ist es, einen zu hohen Puls während des Vorhofflimmerns zu verhindern und gezielt darauf hin zu arbeiten, das Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen.

 

Auch Schmerzpatienten sind oftmals von einem stark erhöhten Puls betroffen, welcher sich über Stunden nicht mehr beruhigt.

Allerdings vielfach in der Nacht, was es unmöglich macht sich zu entspannen, geschweige denn zu schlafen.

 

Regelmässige Bewegung und eine gesunde Lebensweise können viel dazu beitragen dass es gar nicht erst soweit kommt.