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Spargeln

Spargel – ein aussergewöhnliches Gemüse

 

(Quelle: Zentrum der Gesundheit)

Viele Geniesser erfreuen sich Jahr für Jahr an der Spargelzeit. Ob Spargelsüppchen oder Spargelrisotto: Das edle Gemüse macht jedes Gericht zu einer Delikatesse.

 

Der Begriff Spargel bedeutet nichts anderes als junger Trieb. Würde man den Spargel daher nicht ernten, würden sich aus ihm verzweigte Stängel mit fiedrigen Blättchen, kleinen gelben Blüten und in Folge scharlachrote, leicht giftige Beeren entwickeln.

 

Lange ass man ausschliesslich grünen Spargel, denn der Bleich- oder Weissspargel wurde erst im 19. Jahrhundert "entdeckt". Dies geschah zufällig, da man über die Spargel-Sprosse Tonhauben gestülpt hatte, um sie vor Tieren zu schützen. Aufgrund des Lichtmangels wurde im Spargel sodann kein Chlorophyll gebildet, wodurch das Gemüse weiss blieb.

 

Darüber hinaus gibt es noch violetten Spargel. Die auffallende Färbung entsteht, da die Stangen nicht gleich gestochen werden und ungefähr einen Tag mehr Sonneneinstrahlung erhalten.

 

Lange bevor der Spargel als Lebensmittel Anklang fand, wurde er als Heilpflanze geschätzt. In China, Griechenland und Ägypten wurden verschiedenste wildwachsende Spargelarten bereits vor Tausenden von Jahren z. B. bei Husten, Blasenproblemen und Geschwüren angewandt. Dabei wurden alle Pflanzenteile verwendet, vor allem die Wurzeln, aber auch die Sprosse, Blätter, Blüten und Beeren.

 

Spargel besteht zu 94 Prozent aus Wasser und zählt mit seinen 16 Kilokalorien pro 100 Gramm zu den besonders kalorienarmen Gemüsearten. Ausserdem stecken im gegarten weissen Spargel:

 

Die glykämische Last des Spargels ist äusserst niedrig, was bedeutet, dass er den Blutzuckerspiegel kaum beeindruckt. Diabetiker, Entschlackungskurende oder Abnehmwillige können bei Spargel folglich grenzenlos zuschlagen.

 

Der Ballaststoffgehalt im Spargel ist zwar nicht sehr hoch, doch enthält er einen ganz besonderen Ballaststoff, das Inulin, ein Stoff, der als Präbiotikum gilt, was bedeutet, dass er als Futter für die nützlichen Darmbakterien dient und somit die Darmflora äusserst positiv beeinflusst.

 

Die Spargel enthält über 10 verschiedene Vitamine, unter anderem das Vitamin A, Folsäure, Vitamin K, Vitamin C, Vitamin E, ausserdem ist sie reich an Eisen, Kupfer, Zink und Schwefel.

 

Der Spargel ist für seinen entwässernden Effekt bekannt, wofür u. a. die L-Asparaginsäure verantwortlich sein soll. Diese Aminosäure fördert die Nierentätigkeit und kurbelt die Wasserausscheidung an.

 

Hast auch du nach Spargelmahlzeiten beim Toilettengang einen beissenden Uringeruch bemerkt? Dann gehörst du zu jenen 40 Prozent der Menschen, denen ein bestimmtes Enzym fehlt. Dieses Enzym würde andernfalls die Schwefelverbindung namens Asparagusinsäure abbauen und so den typischen Geruch verhindern.

 

Spargel gilt aber auch als erste Wahl bei Magen-Darm Beschwerden, Gallen und Leberleiden, Diabetes und Problemen mit der Blase. Hast du gewusst dass er auch die Libido beeinflusst?

Ausserdem wirkt Spargel  stärkend, schleimtreibend und schleimlösend, entzündungshemmend, harntreibend und hormonstimulierend.

 

Frischer Spargel sollte für maximal drei Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt werden, am besten in einem feuchten Tuch eingeschlagen.

Es ist aber auch möglich, das Gemüse roh und geschält einzufrieren und dann bei Bedarf in noch gefrorenem Zustand zu verarbeiten.

 

Zubereitet wird der weisse und violette Spargel mit einem Spar- oder Spargelschäler, 1-2 Zentimeter unterhalb des Köpfchens bis zum Schnittende hin. Bei grünem Spargel reicht es aus wenn das untere Drittel von der Schale befreit wird. Evtl. ist es nötig die holzigen Enden mit dem Küchenmesser zu entfernen.

Bei der Zubereitung sollte man darauf achten, dass der Spargel weder zu lange noch in zu viel Wasser gekocht wird. Weisser und violetter Spargel wird, je nach Dicke, 10-15 Minuten und grüner Spargel nur etwa 5-8 Minuten gedünstet.

Wenn man mit der Gabel oder dem Küchenmesser in das Spargelende einsticht, sollte es weich sein, aber noch ein bisschen Wiederstand bieten.

 

Spargel kann roh oder schonend gegart, warm oder kalt, püriert oder in Stangenform serviert werden.

Er passt wunderbar zu Eintöpfen, Gemüsepfannen, Currys, Risotto, Pizza und Pasta.

 

Beim Würzen sollte man darauf achten, nicht zu intensiv schmeckende Kräuter und Gewürze zu verwenden, damit das Eigenaroma des Spargels nicht untergeht. Schnittlauch, Petersilie, Kurkuma und Kerbel eignen sich wunderbar dafür.