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Lichtbaden

Lichtbaden

 

(Quelle Glückspost)

Damit unsere innere Uhr ihren gesunden Takt nicht verliert, braucht unser Organismus ausreichend natürliches Licht.

Nach den dunklen Wintermonaten zieht es uns magnetisch auf den Balkon oder raus in die Natur, sobald die Sonne scheint.

 

Wieso aber fühlen wir uns sofort lebendiger und besser, voller Energie wenn wir draussen eine Portion Sonnenlicht tanken?

 

Die innere Uhr in unserem Gehirn reguliert zahlreiche körperliche Vorgänge; von Hormonausschüttungen über Körpertemperatur, geistige Leistungsfähigkeit, Immunsystem bis zum Schlaf-Wachrhythmus.

Doch damit sie in unserem modernen 24-Stunden Alltag nicht aus ihrem natürlichen Takt gerät, muss sie immer wieder neu ausgerichtet werden.

 

Leider ist es heute so dass wir im Durchschnitt bis zu 90% des Tages in geschlossenen Räumen verbringen, die oftmals künstlich ausgeleuchtet sind. Zudem benutzen wir fast laufend Computer, Handy, Tablet oder Fernseher.

 

Auch in der Aussenwelt werden wir mit künstlichem Licht bombardiert: von Autoscheinwerfern über Leuchtreklamen bis hin zur Warenhausbeleuchtung, überall künstliches Licht, und abends setzen wir uns vor den Fernseher und glauben wir tun uns damit was Gutes und könnten uns erholen.

Doch dem ist leider nicht so.

 

Das Problem an modernen Leuchten und Geräten ist, dass ihr Licht meist einen hohen kalten Blauanteil ausstrahlt, der anregend wirkt.

Tagsüber mag das ja in Ordnung sein, nicht aber nach Sonnenuntergang, wenn für unsere innere Uhr eigentlich Entspannung mit warmem, kuscheligem Licht angesagt wäre.

 

Dies braucht es, damit das schlaffördernde Hormon Melatonin ausgeschüttet werden kann.

Je höher der Anteil an Blaulicht, umso mehr wird das Melatonin unterdrückt.

 

Wenn wir abends im Internet surfen, noch schnell ein paar E-Mail erledigen, die wichtige Präsentation für morgen vorbereiten und im Bett mit dem Handy bis spät spielen oder schreiben, signalisieren wir unserem Organismus dass es eigentlich helllichter Tag ist.

Eine solche Lebensweise jenseits der natürlichen Bio-Uhr führt zu einer chronischen Form von Jetlag.

Unser Körper kann nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterscheiden.

Gerät unsere innere Hauptuhr im Gehirn aus dem Takt, hat das Folgen für unseren Stoffwechsel und unser Wohlbefinden. Dies wiederum zieht andere Beschwerden nach sich, die vielen bekannt vorkommen dürften.

 

Die Folgen davon sind:

Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, geschwächtes Immunsystem, Stoffwechselstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislaufstörungen, Diabetes, Übergewicht oder sogar Krebs.

Alles Krankheiten die wir sehr gut kennen und die nicht sein müssten.

 

Doch was können wir also tun um unsere innere Bio-Uhr im Blaulicht-Zeitalter das zu geben, was sie braucht um fit zu bleiben und nicht krank zu werden?

Nebst frischer, naturbelassener Nahrung, regelmässigen Mahlzeiten, ausreichend Bewegung, ruhigen Regenerationsphasen sowie genügend Schlaf sollte man täglich dafür besorgt sein dass mindestens 25 % der Haut zwischen 10 Uhr und 16 Uhr zu einer Dosis Tageslicht kommt, und das ungeschützt, also ohne blockierende Sonnencremes aufzutragen.

 

Je nach Hauttyp kann dies zwischen 10 und 90 Minuten sein.

(Die 25% entsprechen dem Gesicht, Dekolleté, Unterarme und Hände)

 

Dabei kommt es nicht darauf an wo wir sind, es kann überall licht gebadet werden: im Wald, auf dem Parkplatz, auf der Terrasse, auf dem Spielplatz, ich Strassencafé oder beim Spaziergang.