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Radieschen

Radieschen – scharf, lecker und gesund

 

Das kleine Kugelgemüse gehört zur Gattung der Rettiche und wird in der Heilkunde schon seit Jahrtausenden bei Leiden wie Husten, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden sowie Leber-und Gallenleiden eingesetzt.   

 

Rettich und Radieschen wirken antibiotisch, entzündungshemmend, schleimlösend, und können vor Diabetes schützen.

 

Es enthält insgesamt mehr als 20 Vitamine und Mineralstoffe, darunter  wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin K, Vitamin C, Eisen sowie Senfölglycoside und Anthocyane.

 

Seinen Namen verdankt das Radieschen dem lateinischen Wort radix, was Wurzel bedeutet.

 

Zwar wächst das beliebte Gemüse unter der Erde. Doch handelt es sich nicht wirklich um eine Wurzel, sondern um eine rund vier Zentimeter dicke sog. Speicherknolle, woran erst dann die dünne Wurzel anschliesst. Leider wird diese – genau wie die grünen Blätter – meist weggeworfen, obgleich sie ebenfalls essbar und gesund ist.

 

Bis heute ist unklar, woher das Radieschen überhaupt kommt und von welcher Pflanze es eigentlich abstammt.

 

Radieschen enthalten kaum Kohlenhydrate und die Hälfte davon setzt sich aus Ballaststoffen zusammen. Diese beeinflussen die Verdauung auf positive Weise, sorgen für ein langes Sättigungsgefühl und wirken Heisshungerattacken entgegen.

 

Radieschen werden weltweit angeboten und sind im deutschsprachigen Raum das ganze Jahr über erhältlich.

 

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass sich die Radieschen fest anfühlen, eine leuchtende Farbe haben und keine Flecken aufweisen. Die Blätter sollten grün (nicht gelb) sein und nicht schlapp herunterhängen.

 

Da Radieschen kein Lagergemüse sind, ist die Haltbarkeit begrenzt. Man kann sie aber problemlos für mindestens eine Woche in einer Plastiktüte im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Oder man umwickelt die Radieschen mit einem feuchten Tuch und legt sie in ein abgedecktes Glasgefäss.

 

Da die Blätter dem Radieschen Feuchtigkeit entziehen und es schrumpelig werden lassen, sollte man diese zuvor mit einem scharfen Messer entfernen und gleich weiterverarbeiten oder separat lagern (nicht länger als 1 – 2 Tage).

 

Am besten ist es, die Radieschen so schnell wie möglich zu verbrauchen, da die geschmacksgebenden Senföle mit zunehmender Lagerung abgebaut werden und das Gemüse darum zunehmend fader schmeckt.

 

Gegenüber anderen Kreuzblütengewächsen haben Radieschen den Vorteil, dass sie von den meisten Menschen am liebsten roh gegessen werden. Auf diese Weise kann in Bezug auf die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Vollen geschöpft werden.

 

Rohe Radieschen sind aufgrund ihrer pfeffrigen Note eine ideale Salatzutat, schmecken aber auch hervorragend auf einer Scheibe Vollkornbrot.

 

Das Wurzelgemüse lässt sich aber auch prima zu aromatischen Suppen oder einem scharfen Pesto verarbeiten.

Überdies schmecken Radieschen wunderbar, wenn sie  im Wok in ein wenig Olivenöl kurz angebraten werden. Sie harmonieren sehr gut mit süssen Früchten wie Äpfeln, Mangos oder Weintrauben. Gerade in der asiatischen Küche ist es üblich, Scharfes und Süsses gekonnt miteinander zu verbinden.

 

Die frischen, würzigen Radieschenblätter kann man im Salat oder in anderen Gerichten genau wie Kräuter verwenden. Besonders lecker schmecken sie, wenn sie wie Spinat zubereitet werden oder als Zutat in grünen Smoothies, Suppen und Saucen.

 

Sie eigenen sich übrigens auch  wunderbar, um anstelle von Chips und Co. einen schönen Fernsehabend zu verschärfen.