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Salben aus tierischen Rohstoffen

Salben aus tierischen Rohstoffen

 

Sind Rindermarkcreme, Murmelisalbe, Hirschtalg oder Pferdebalsam wirklich so gut?

Oder ist es unnötig in der heutigen Zeit tierische Rohstoffe in einer Salbe zu verwenden?

 

Früher wussten sich die Menschen mit natürlichen Mitteln zu helfen; viele schworen auf die Kraft von Fetten der Tiere und stellten so ihre eigenen Salben oder Arzneimittel her.

 

Wurden früher Tiere getötet, dann war es selbstverständlich alles davon zu verwenden.

Man nutzte die wertvollen Rohstoffe von der Nase bis zum Schwanz.

 

Sinnvoll oder sollte man lieber auf tierische Produkte verzichten?

Viele empfinden ekel bei dem Gedanken sich mit was ehemals lebendigen oder überhaupt tierischen einzusalben.

 

Wer allerdings meint in seinen Kosmetikprodukten keine tierischen Zutaten zu finden sollte sich seine Sachen mal etwas genauer anschauen.

-        Kann es sein dass deine Hautcreme Lanolin enthält? Das ist nämlich nichts anderes als ein Talgdrüsensekret der Schafe.

 

-        Deine Augencreme enthält Gelee royal? Das ist nichts anderes als eingearbeitetes Bienen Drüsensekret.

 

-        Bist du stolz auf deinen leuchtend roten Lippenstift? Der leuchtet nur so gut weil dafür vermutlich tausende von Cochenille-Schildläusen lebendig getrocknet wurden!

 

In Kosmetika werden ausserdem häufig Paraffine verwendet, ein Abfallprodukt aus der Erdölgewinnung. In grossen Mengen benutzt ein Gesundheitsrisiko.

 

Pflanzliche Fette sind wirkungsvoll, aber auch ihre Produktion, und ja nach Herkunft der Transport, erfordern einen enormen Aufwand.

Doch wirken tierische Fette wirklich so gut?

 

Bei Murmeliöl weiss man dass es Corticosteroide enthält, ein natürlicher Verwandter von Kortison.

 

-        Dieses Öl wirkt bei Schmerzen, Entzündungen und Verspannungen, als Brustbalsam wirkt es wohltuend bei Erkältungen, Husten und Heiserkeit.

 

-        Vermischt mit Kürbiskernen, Sesam, Leinsamen, Johanniskraut, Rosmarin oder Farn, wirkt die Murmelisalbe wärmend bei chronischen Gelenks- und Muskelbeschwerden.

 

-        Mit Wallwurz, Heublumen, Minze, Arnika oder Fichtennadel vermischt, tritt eine eher kühlende Wirkung ein, die bei akuten Verletzungen beruhigt und abschwillt.

 

Ähnlich wie Murlmelifett wirkt auch Dachsfett oder Ziegenfett/Butter

Es enthält ebenfalls Corticosteroide.

Je nach Mischung pflegt es spröde Haut und wird bei Schuppenflechten oder Neurodermitis angewandt.

Es kann rheumatische Beschwerden und Arthritis lindern.

Gibt man Rindermark als Transportmittel dazu, dringt das tiefer in die Hautschicht ein als jedes andere chemische Produkt, wirkt bis tief in die Gelenke und Sehnen.

Dies ist vor allem gut bei Zerrungen oder Bänderverletzungen.

 

Auch Hirschtalg gehört zu diesen alten Hausmittelchen.

Dies wird vor allem gegen sehr trockene und rissige Haut eingesetzt.

 

Leider ist in vielen Produkten nicht nur das drin was auch drauf steht. Viele Salben werden mit Schmierseife und Rindertalg „verdünnt“.

 

Gämsfett wirkt durchblutungsfördernd und wird in vielen Naturprodukten zum Emulgieren verwendet, es wirkt besonders pflegend und fettend.

 

Tierfette sind natürlich und offensichtlich wirksam.

 

Rechtfertigt es aber dafür Tiere zu töten?

 

Was die Murmeli angeht, ist es sogar notwendig, damit man den Bestand im Auge behält da sie sonst grossen Schaden anrichten und sich rasant vermehren.

 

Was die andern Tiere angeht: wenn man sie schon tötet um unser Fleischkonsum zu rechtfertigen, kann man doch genauso gut das Fett davon verwenden.