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Gartenkresse

Gartenkresse

 

Gartenkresse ist jenes würzig schmeckende Grünzeug, das meist zur Dekoration über kalte Platten gestreut wird.

 

Kein Mensch denkt bei Kresse an ein Heilmittel. Genau das aber ist die Gartenkresse – und zwar sowohl die Pflanze als auch ihre Samen.

Beides kann zur Behandlung diverser Erkrankungen eingesetzt werden.

 

Diabetes zählt genauso dazu wie Nierensteine, Magen-Darm-Beschwerden, Lungenprobleme, Menstruationsbeschwerden oder Krebs. Und das Beste: Gartenkresse lässt sich ausserordentlich preiswert und ohne grossen Aufwand selbst ziehen.

 

Sie kommt direkt aufs Butter – oder Quarkbrot, peppt Salate auf und toppt frische Suppen. Kresse gibt vielen Rezepten den entscheidend würzigen Frischekick. Ob Kartoffelsalat, gefüllte Eier, Fischgerichte, Suppen oder Pasta – mit Kresse schmeckt alles gleich noch einmal so gut.

 

Die kleinen Keimlinge enthalten viel von den Vitaminen A und C, Folsäure, Eiweiss, ausserdem ätherische Öle, die unseren Körper frühlingshaft machen.

 

-        Kresse wirkt verdauungsfördernd, antibiotisch und hilft beim Entgiften und Entwässern. Sobald Kressesamenpulver nämlich mit Flüssigkeit in Berührung kommt, bildet sich ein Schleim, der sich wie ein Schutzfilm auf die Innenwände der Verdauungsorgane legt. Auf diese Weise hemmt die Kresse Irritationen bei Erkrankungen und Infektionen im Magen-Darm-Trakt.

 

-        Bei stillenden Müttern regt sie die Milchbildung an.

 

-        Bei einer Schilddrüsenüberfunktion sorg sie dafür, dass sich die Drüse entspannt. Gartenkresse enthält Isothiocyanate, die bei einer Schilddrüsenüberfunktion dafür sorgen, dass nicht zu viel Jod in die Schilddrüse gelangt. Die Schilddrüse wird beruhigt und entspannt sich.

 

-        Neben ihrem antioxidativen Potential wirkt die Kresse beispielsweise "blutverdünnend". Sie hemmt also die übermässige Blutgerinnung, so dass die Thrombenbildung, die gerne zu Thrombosen und Embolien führt, verhindert wird. Dadurch reduziert die Kresse natürlich auch das Risiko für Infarkte und Schlaganfälle.

 

-        Eine Paste aus zerstampften Kressesamen und Wasser kann, oberflächlich aufgetragen, direkt auch lokale Hautprobleme lindern.

 

Eine solche Paste eignet sich zur Behandlung von spröden aufgeplatzten Lippen, trockenen Hautstellen und sogar von Sonnenbrand.

 

-        Sowohl akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit Kresse an. Hier wirkt die Kresse schleimlösend und entzündungshemmend, zudem weitet sie die Bronchien.

 

Kresse sorgt dafür, dass sich die Gefässe entspannen und wirkt auf diese Weise Gefässverengungen entgegen.

Was sich vor allem positiv auf den Blutdruck und somit auf Herz-Kreislaufprobleme auswirkt.

 

Wichtig ist allerdings, die Kresse sofort nach dem Ernten zu essen, denn sie baut ihre Vitalstoffe bereits eine halbe Stunde danach ab.

Es lohnt sich, Gartenkresse selber zu ziehen damit man sie immer frisch hat.

 

Gartenkresse wächst notfalls auch auf einem feuchten Küchenpapier auf einem Teller.

Da sie sehr schnell wächst ist diese nach dem Ansäen bereits nach ein bis zwei Wochen genussreif.