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Heidelbeeren

Heidelbeeren

 

Heidelbeeren haben ein verführerisches Aroma und schmecken köstlich.

Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie liebt nährstoffarme sowie saure Böden und lässt sich besonders gern an Waldlichtungen, in Moor- und Heidelandschaften blicken.

Die köstlichen Waldfrüchte – auch als Blau- oder Schwarzbeeren bekannt – sind aufgrund ihres süss-säuerlichen, aromatisch-beerigen Geschmacks eine wahre Delikatesse.

 

Was ist der Unterschied zwischen wilden Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren?

 

Kulturheidelbeeren unterscheiden sich von ihren wilden Verwandten in Europa dadurch, dass sie grösser sind und kein blaues, sondern ein weisses Fruchtfleisch haben. Zudem schmecken Kulturheidelbeeren süsser und weit weniger aromatisch. Dies hängt von der Komposition der Inhaltsstoffe ab. So enthalten Kulturheidelbeeren z. B. mehr Zucker sowie Zitronensäure, während in Wildheidelbeeren der Gehalt an Chinasäure grösser ist.

 

Welche Vitamine enthält die Heidelbeere?

 

Heidelbeeren sind zwar reich an Vitaminen, können in Hinblick auf die Deckung des Tagesbedarfs jedoch nur bei dreien davon wirklich punkten. So reicht eine einzige Portion von 200 Gramm rohen Heidelbeeren beispielsweise aus, um den offiziell angegebenen Bedarf an Vitamin C zu 60 Prozent, an Vitamin E zu fast 35 Prozent und an Vitamin K zu rund 30 Prozent zu decken.

 

Folgende Vitamine enthalten sie noch:

Vitamin A, Betacarotin, B 1 (Thiamin), B2 ( Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), B9 (Folsäure).

 

Folgende Mineralstoffe sind in wilden Heidelbeeren enthalten:

Natrium, Kalzium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Chlorid, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan.

 

Allerdings haben Kulturheidelbeeren nicht die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen wie die wilden.

Die Heidelbeere hat allerdings auch eine heilende Wirkung. So wirkt sie  antidiabetisch, antiseptisch sowie blutstillend und ist ein fester Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde).  

 

Frische Heidelbeeren

Die frischen Früchte werden bei Verstopfung empfohlen. Überdies werden daraus Extrakte hergestellt. Zu den Anwendungsgebieten zählen ausserdem Krampfadern, schmerzende und schwere Beine, Blutäderchen im Auge, periphere Gefässinsuffizienz und Vorbeugung von Nachtblindheit.

 

Getrocknete Heidelbeeren

Die getrockneten Beeren kommen hingegen bei Durchfall zum Einsatz. Man kann mehrmals täglich 10 Gramm der getrockneten Früchte kauen oder sie zuvor in Wasser einweichen und als Brei zu sich nehmen. Des Weiteren kann man sich daraus einen Tee zubereiten, die Tagesdosis liegt bei 20 bis 60 Gramm Heidelbeeren.

Heidelbeertee kann aber auch äusserlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum als Gurgelmittel sowie bei Wunden und Ausschlägen hilfreich sein.

 

Wie lange sind Heidelbeeren haltbar und wie lagert man sie am besten?

 

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Beeren knackig und frisch aussehen. Heidelbeeren sollten am besten in den ersten Tagen nach der Ernte verbraucht werden, da sie beim Pflücken unweigerlich verletzt werden und somit schnell von Schimmel befallen werden können.

 

Heidelbeeren werden zwar nach der Ernte gekühlt gelagert, doch Schimmelpilze können sich selbst bei Minus-Graden vermehren. Dies geschieht allerdings langsam, sodass der Schimmel beim Kauf noch nicht sichtbar ist. Lagert man die Beeren dann zu Hause ungekühlt, können sie bereits am nächsten Tag Schimmel aufweisen.

 

Heidelbeeren kann man sehr gut einfrieren und hat somit immer die passende Menge auf Vorrat zu Hause.

Auch im getrockneten Zustand sind sie lange haltbar, diese kann man entweder auf einem Dörrautomat oder im Backofen bei 50° Umluft langsam trocknen lassen.

 

Rezept für einen kühlen Heidelbeeren – Smoothie

 

1 sehr reife Banane / 150 g Heidelbeeren / 150 g Brombeeren / 200 ml kaltes Kokoswasser

Alles zusammen mixen und wenn nötig mit ein bisschen Wasser verdünnen.