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Nackenschmerzen

 

Nackenschmerzen

 

 

 

Der Nackenbereich besteht aus unzähligen Nerven, vielen Muskeln und insgesamt sieben Wirbelkörpern - ein komplexes Konstrukt, das uns aber ziemlich viele (Haltungs-)Sünden verzeiht.

 

Nackenschmerzen stellen sich allerdings erst ein, nachdem der Nackenbereich über längere Zeit überbelastet war.

 

Nackenschmerzen sind meist das Ergebnis verspannter Muskulatur im Halsbereich.

 

Auf langes Verharren in einer Fehlhaltung, kalte Zugluft oder falsches Liegen reagiert der Nacken mit schmerzhafter Verkrampfung.

 

Auch in psychisch belastenden Situationen spannt sich unser Körper an. So kann beispielsweise Liebeskummer Nackenschmerzen auslösen.

 

 

 

Nackenschmerzen beschränken sich selten auf den Nackenbereich allein. Oft greift die Nackenverspannung auf die Schulter und den Kopf über. Sie können sich auch bis in den Arm hineinziehen und sogar Taubheitsgefühle in den Fingern verursachen; zum Beispiel, wenn sie entlang von Nerven ausstrahlen und diese reizen. Mitunter sind auch Kopfschmerzen auf Nackenverspannungen zurückzuführen.

 

 

 

Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Nackenschmerzen

 

Akute Nackenschmerzen vergehen nach einigen Tagen bis drei Wochen wieder, sie sind meist harmlos.

 

Auslöser können Überstunden am Computer in entsprechend nackenunfreundlicher Haltung oder psychische Belastungen wie Stress sein.

 

 

 

Chronische Nackenschmerzen bestehen länger als zwölf Wochen.

 

Sie sind in der Regel Anzeichen für körperliche Abnutzungserscheinungen. Tut man nichts dagegen und behält über Jahre hinweg eine eingefahrene, falsche Körperhaltung bei, können sich Folgeschäden entwickeln.

 

 

 

Dazu zählen:

 

  • Zervikalsyndrom – HWS Syndrom; Hierbei treten Nackenschmerzen auf, die in die Schulter und den Arm ausstrahlen können, ohne sonstige Störungen der Nerven. Möglich ist auch eine derart starke Nackenverspannung, dass die Bewegungen des Kopfes unmöglich werden. Steifer Hals heißt dies im Volksmund.

  • Entzündungen in der Schulter; Sie können durch Schonhaltung und Vermeidung von schmerzhafter Bewegung bei chronischen Nackenschmerzen entstehen.

  • Migräne und Kopfschmerzen; Sie sind häufige Folgen chronischer Nackenschmerzen.

  • Zervikobrachial-Syndrom; Die Nackenschmerzen strahlen in die Schulter und den Arm aus. Zusätzlich können noch Lähmungserscheinungen oder Sensibilitätsstörungen an den Händen auftreten.

  • Bandscheibenprobleme; Gerade die verspannte Muskulatur ist nicht so stark beanspruchbar. Belastungen müssen deshalb verstärkt von den Wirbelgelenken getragen werden. Bandscheibenvorfälle werden somit durch Nackenschmerzen begünstigt.

  • Atemstörungen; Der steife Hals kann sich auch auf den Brustkorb ausdehnen und so zu einer flachen, gepressten Atmung führen.

 

 

 

Nackenschmerzen können aber auch durch Verletzungen entstehen.

 

Das wohl bekannteste davon ist das Schleudertrauma.

 

Aber auch diese Krankheiten können Auswirkungen auf den Nacken haben:

 

  • Arthrose

  • Spondylose

  • Osteoporose

  • Rachitis

  • Hirnhautentzündung

  • Missbildungen der Wirbelkörper

  • Fibromyalgie

  • Morbus Scheuermann:

  • Skoliose

  • Abszesse

  • Rheumatische Erkrankungen

 

 

 

Treten die Beschwerden immer wieder auf oder vergehen nicht, sollten man einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären.

 

 

 

Ansprechpartner für gelegentlich auftretende Nackenschmerzen ist der Hausarzt oder Orthopäde.

 

 

 

Werden die Nackenschmerzen von Kribbeln und Taubheitsgefühlen in Armen und Händen begleitet, möglicherweise auch von leichten Lähmungen, sollte man einen Neurologen zurate ziehen. Hier könnte es sich um ein Hals-Wirbelsäulen-Syndrom (HWS-Syndrom) handeln. Häufig treten diese Beschwerden auch nachts im Schlaf auf – die Betroffenen werden dann durch taube Gliedmaßen oder Kribbeln in den Fingern wach.

 

 

 

Dagegen angehen kann man mit warmen Wickeln; Fangopackungen, elektrische Wärmekissen, Traubenkern – oder Kirschkernkissen, Schmerzpflaster, Dehnungsübungen oder natürlich Schmerztabletten.

 

 

 

Viele chronische Schmerzpatienten leiden unter Nackenschmerzen.

 

Auch hier ist Bewegung das A und O, um schnell wieder fit zu werden.

 

Je länger man sich schont, umso schlimmer wird es.