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Essbare Hingucker

Essbare Hingucker

 

Es heisst ja: das Auge isst mit

Wieso soll man da nicht nutzen, was die Natur uns schenkt?

 

Was viele nämlich nicht wissen: es gibt eine sehr vielfältige Auswahl an Blüten und Blättern, die man essen kann.

Sie sind ein visueller Genuss und verwöhnen mit ihren feinen Aromen auch unsere Geschmacksnerven.

Die darin enthaltenen ätherischen Öle, Vitamine, Mineral- und Farbstoffe tragen auch zur Gesundheit bei.

 

Gänseblümchen:

Erinnerst du dich: Er liebt mich...er liebt mich nicht...das Gänseblümchen soll es angeblich verraten.

Aber die weissen Blümchen mit dem gelben Punkt können mehr als das.

Sie regen mit ihren ätherischen Ölen den Stoffwechsel an und fördern die Verdauung.

Eine Handvoll auf dem Salat verteilt sieht hübsch aus, ist gesund und verleiht dem Salat einen leicht nussigen Geschmack.

 

Löwenzahn:

Sein Vitamin- und Mineralstoffreichtum macht ihn zu einem regelrechten Superfood.

Die Blüten aktivieren die Leber und Nieren.

Mit ihrem süsslichen Geschmack werden sie gern in Getränken verwendet.

 

Sirup: 250g Löwenzahnblüten vom grünen Blütenkelch trennen, die Blüten waschen und sie mit einer in Scheiben geschnittenen Orange in einen Liter Wasser geben. 10 Min. Aufkochen und dann 24 h ruhen lassen. Den Sud abseihen, mit Zitronensaft und Rohrzucker aromatisieren. Nochmals kurz aufkochen und heiss in eine Flasche abfüllen.

 

Kapuzinerkresse:

Sie ist reich an Vitamin C und stärkt das Immunsystem. Die orang-gelb leuchtenden Blüten haben ein eher pfeffriges Aroma. Ihre Farbe mache in einer Blütenbutter richtig Appetit.

 

Rezept: 8 EL Kapuzinerkresse in eine Schüssel geben, 250 g Butter dazugeben. (diese 1h vorher aus dem Kühlschrank nehmen). Alles mit einer Gabel vermischen, formen und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sich das Aroma entfalten kann.

 

Ringelblumen:

Ihre Blüten sind reich an Flavonoiden. Diese sind für die gelbliche Farbe verantwortlich und haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Ringelblumenblüten enthalten ätherische Öle, die Bakterien, Viren und Pilze abtöten.

Die gelben Blüten helfen bei Hautproblemen und lindern Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

 

Ausserdem garnieren sie Suppen und passen besonders gut zu Kresse- oder Spargelsuppe.

 

Veilchen:

Seine Blüten sind reich an Vitaminen und enthalten Kalium, Kalzium und Magnesium.

Es wird zu Heilzwecken eingesetzt. Sie lindern Erkrankungen der Atemwege, beruhigen flatternde Nerven und die gereizte Magenschleimhaut.

 

Ihr süsses Aroma passt zu perfekt zu Desserts.

 

Hier noch ein paar Tipps, worauf man achten sollte.

 

  • Keine Blüten von befahrenen Strassen verwenden

  • keine Blüten aus dem Blumenladen oder Gartenmarkt, da diese in der Regel gespritzt sind.

  • Ideal sind Blüten aus dem eigenen Garten oder von abgelegenen Wiesen

  • Nur Blüten verwenden, die man kennt und wo man 100% weiss, dass die essbar sind

  • die gepflückten Blüten ausschütteln und danach unter lauwarmem Wasser abbrausen.

  • Gut waschen, denn Insekten fühlen sich vor allem in den Blüten sehr wohl

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man dir richtigen Blüten und Blätter hat, bitte nachfragen, die Natur hat nämlich zu jedem essbaren Kraut in der Regel ein giftiges Kraut hervorgebracht, das ähnlich aussieht.