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Müdigkeit & Erschöpfung

 

Beseitigung der Müdigkeit und Erschöpfung

 

(Quelle Sigrid Nesterenko)

 

Die mit der Fibromyalgie einhergehende Müdigkeit und Erschöpfung ist für die Betroffenen in mehrfacher Hinsicht eine grosse Belastung, mit der sich leider die meisten alleine gelassen fühlen.

 

Im Praxisalltag zeigt sich oft dass viele Therapeuten und Ärzte den hierdurch auftretenden Leidensdruck nicht immer ernst nehmen.

 

Wenn doch, dann scheitert es in vielen Fällen an einer effektiven Therapie, denn leider gibt es kein Patentrezept mit dem bei jedem Patienten sichergestellt werden kann, dass die verlorene Lebensenergie wieder aktiviert wird.

 

In der Regel sind viel Geduld und Ausprobieren unerlässlich, bis schliesslich ein dauerhafter Erfolg verzeichnet werden kann.

 

Und dennoch verlaufen bei einigen Patienten die Therapieversuche nicht so erfolgreich wie erhofft.

 

Welche Behandlungen herangezogen werden, ist einerseits von den Therapieschwerpunkten des Arztes oder Heilpraktikers abhängig, andererseits aber auch von dessen Erfahrungen im Umgang mit extremen Erschöpfungszuständen.

 

 

 

Eine der häufigsten Massnahmen besteht in der Verabreichung von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln, von denen bekannt ist, dass sie zu mehr Energie verhelfen können.

 

Ein Teil der Fibromyalgiepatienten erfährt allein schon durch diese Präparate eine spürbare Verbesserung ihrer Lebensqualität.

 

Wie bei allem kommt es auch hier nicht bei allen zu zufriedenstellenden Ergebnissen.

 

 

 

Ist das der Fall, ist es an der Zeit, sich auf die Suche nach den tatsächlichen Auslösern der Erschöpfung zu begeben.

 

Bei einem so vielschichtigen Krankheitsbild wie der Fibromyalgie ist dies allerdings kein leichtes Unterfangen.

 

Die Energielosigkeit kann zahlreiche verschiedene Ursachen haben, manchmal ist es nur ein Auslöser, manchmal aber auch eine Kombination mehrerer Faktoren.

 

Um dies herauszufinden, ist nicht nur eine erweiterte Diagnostik erforderlich, sondern es bedarf auch viel Aufmerksamkeit und Beobachtung durch den Patienten selber.

 

 

 

Zu den häufigsten Auslösern, die für die Energielosigkeit bei Fibromyalgiepatienten verantwortlich sind, gehören chronische Bakterien- Viren- und Pilz-Infektionen.

 

Diese bringen es mit sich, dass sich das Immunsystem in einem permanenten Abwehrkampf befindet, infolgedessen der Organismus geschwächt wird.

 

 

 

Um der Ursache der Erschöpfung auf die Spur zu kommen, sollte vorher abgeklärt werden, ob mit der Schilddrüse, den Hormonen, den Nebennieren alles in Ordnung ist. Oder ob ein HWS – oder Schädeltrauma vorliegt.

 

Es sollte aber auch die Schlafqualität genauer hinterfragt werden, denn auch das Ausmass von Schlafmangel kann die Tagesmüdigkeit und Fatigue verstärken.

 

 

 

Aber auch verschiedene Nahrungsmittelintoleranzen – und Allergien können eine grosse Rolle spielen. Hier kann allein schon ein einzelnes unverträgliches Lebensmittel zu einer extremen Erschöpfung führen.

 

Ist man nach dem Essen immer Müde, sollte man das unbedingt abklären lassen.

 

 

 

Auch ein stark schwankender Blutzuckerspiegel kann zu Erschöpfungsattacken führen.

 

Um einen möglichst ausgeglichenen Blutzuckerspiegel zu erreichen, sind Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index zu bevorzugen.

 

Das wären Vollkornprodukte, Gemüse und Eiweissprodukte.

 

 

 

Etwas, das auch zu Erschöpfung und Müdigkeit führen kann wird allzu oft vernachlässigt, obwohl er eigentlich bei chronischen Schmerzpatienten am naheliegendsten wäre: die Medikamente.

 

 

 

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Macht man sich die Mühe den Beipackzettel zu lesen findet man da oft: „eine häufig auftretende Nebenwirkung kann Müdigkeit sein“, auch Konzentrationsmangel, Energieverlust und Erschöpfung sind in so manchem Beipackzettel zu lesen.

 

Bitte immer, bevor man neue Medikamente einnimmt, einen Blick in die Packungsbeilage werfen.

 

Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass die Kraft – und Energielosigkeit damit in Verbindung steht, sollte man dies mit dem Arzt besprechen, vielleicht lässt sich etwas an der Dosierung ändern oder man kann auf ein anderes Präparat umstellen.

 

 

 

Versuche, die Erschöpfung mit andern Muntermachern wie Energy Drinks oder Kaffee in den Griff zu bekommen gehen in der Regel nach hinten los. Der anfängliche Energieschub nimmt in der Regel ein abruptes Ende, sodass die Erschöpfungsphase umso tiefer und länger ausfallen kann. Ausserdem werden in Laufe der Zeit immer grössere Mengen benötigt, um überhaupt noch einen kurzfristigen Energieschub erreichen zu können.

 

Es lohnt sich also, sich damit auseinander zu setzen wo die Wurzel des Übels eigentlich steckt.