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Meine Geschichte Teil 1

Meine Geschichte Teil 1

 

wie du sicher schon bemerkt hast, befasse ich mich immer wieder mit dem Thema: chronische Schmerzen.

 

Mein Ziel ist es, jeder, der davon loskommen will, und bereit ist, dagegen anzukämpfen, zu unterstützen.

 

Heute möchte ich dir mal ein bisschen was von mir erzählen, wie es dazu kam, und was der Auslöser dafür war.

 

Es heisst ja immer, dass alles irgendwie in der Kindheit beginnt.

Bei mir war es genauso.

 

Meine Mutter starb an aggressivem Krebs, als ich noch sehr klein war.

Mein Vater heiratete schon bald wieder und meiner Stiefmutter war ich einfach im Weg. Sie hasste mich von Anfang an, was sie mit Schlägen und Bestrafungen zu jeder Tages- und Nachtzeit mehr als deutlich zeigte.

Es vergingen fast 2 Jahre, bevor jemand den Mut hatte einzugreifen. Ich war gerade mal 7 Jahre alt, als ich von einer Stunde zur andern bei meinem Onkel untergebracht wurde.

Die nächsten Jahre waren nicht einfach, denn wenn man nur geduldet wird, kann man sich nicht entfalten, aber da gab es wenigstens keine Schläge mehr.

 

Kurz und gut, sobald ich diesen Punkt bei einem psychologischen Gespräch erwähnte, war für die Ärzte alles klar. Für mich allerdings nur teilweise.

Klar bin ich seitdem gewohnt, meine Schmerzen zu unterdrücken, schliesslich konnte ich dadurch überleben, und es braucht sehr viel, bis ich mich jemandem öffne.

 

Allerdings bin ich auch ein Perfektionist, und in all den Jahren, wo ich in der Alterspflege gearbeitet habe, da habe ich mehr als nur 100 % gegeben, was sich mit der Zeit auf meinen Körper ausgewirkt hat.

Er wurde anfälliger und ich hatte innert zwei Jahren mehr Weichteilverletzungen als mein ganzes Leben vorher zusammen. Leider gab ich denen nicht die nötige Zeit zu heilen, weil ich mir immer Druck gemacht habe, und weiter funktionieren wollte.

Die Schmerzen habe ich all die Jahre einfach ignoriert.

 

War Not an der Frau bin ich gesprungen, sei es zusätzliche Schichten oder innerhalb der Abteilung, weil es halt immer wieder Kolleginnen gab, die nicht mit Herzblut dabei waren und sich auch dementsprechend verhalten haben.

Auch die zunehmende Belastung von Oben, sprich den Chefs, hat mich immer mehr runter gezogen. Mobbing war an der Tagesordnung, wenn auch nicht direkt gegen mich, aber das ganze Team war mehr als belastet und zufrieden war schon gar keiner.

 

Irgendwann ging dann gar nichts mehr, und die Schmerzen wurden zum Dauerbegleiter. Aber auch da habe ich noch ein paar Jahre weitergemacht und alles verleugnet.

Arbeiten konnte ich nur noch mit Schmerzmedikamenten, Schlafen war ein Fremdwort, Verdauungsprobleme gehörten zum Leben , genauso wie Schwindel und Dauererschöpfung.

 

Nach einer weiteren Verletzung und deren falsche Behandlung ging dann irgendwann gar nichts mehr. Ich konnte nicht mehr laufen und schlafen.

 

Was dann folgte, kennt vermutlich jeder Betroffene.

Zu den schlaflosen Nächten, den Schmerzen, Nackenbeschwerden, Schwindelanfällen, Verdauungsproblemen und, und, und, kamen noch die ganzen Behördengänge dazu. 

Was das alles nach sich zieht, weiss nur jemand, der das auch durchmachen musste.

 

Das wäre ein Teil meiner Geschichte, wenn du wissen möchtest, wie es weitergeht oder was daraus wurde...weiter Teile folgen.